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Eddie the Eagle - Alles ist möglich

Eddie the Eagle - Alles ist möglich

Halbwahre Komödie über einen Engländer, der bei den Olympischen Winterspielen 1988 im Skispringen an den Start ging.

Eddie the Eagle - Alles ist möglich

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Eddie the Eagle
Großbritannien 2015

Regie: Dexter Fletcher
Mit: Taron Egerton, Hugh Jackman, Christopher Walken

106 Min. - ab 0 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

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Film bewerten

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19.09.2016
  • Klaus-Peter Eichele

Ältere Semester erinnern sich vielleicht noch an „Cool Runnings“, die zu Kinoehren gelangte Geschichte von vier Jamaikanern, die unbedingt als Bobfahrer zu den Olympischen Winterspielen wollten. Ein ähnliches Märchen nach wahrer Begebenheit erzählt dieser Film.

Der später als „Eddie, the Eagle“ zu skurriler Berühmtheit gelangte Engländer Michael Edwards hat sich ein Jahr vor Olympia 1988 in Calgary in den Kopf gesetzt, sein Land dort als Skispringer zu repräsentieren – obwohl derlei Sport auf den britischen Inseln gar nicht existiert und er noch nie eine Schanze auch nur von unten gesehen hat. Entsprechend groß sind die Widerstände. Das Nationale Olympische Komitee legt ihm jeden verfügbaren Stein in den Weg. Sein Vater, ein Gipser, will den Buben in seine Fußstapfen zwingen. Und als Eddie zur Vorbereitung seiner Mission in Garmisch ankommt, schlägt dem Greenhorn die geballte Arroganz der Cracks aus den Skinationen entgegen.

Doch kein noch so halsbrecherischer Sturz kann den unerschütterlichen Optimisten von seinem großen Ziel abbringen. Schließlich findet er in einem zum Säufer und Pistenräumer heruntergekommenen Skisprung-Veteranen (Hugh Jackman) einen Freund, der ihm wenigstens die Grundregeln der Sportart beibringt.

Der britische Regisseur Dexter Fletcher hat die Geschichte als leichte Komödie aufbereitet, ohne sich über seinen Protagonisten lustig zu machen, dessen Traum vom Dabeisein er sehr ernst nimmt. Lächerlich sind vielmehr seine Widersacher, denen es nur um Medaillen geht. Die erzählerischen und komödiantischen Mittel bleiben dabei ziemlich schlicht. Ein Pluspunkt ist allerdings Eddie-Darsteller Taron Egerton („Kingsmen“), der das Tragische, das Ulkige und das Anrührende dieses linkischen Antisportlers bravourös in Einklang bringt.

Wie man ewiger Letzter trotzdem gewinnt, zeigt diese simpel-sympathische Sportkomödie.

Spielplan

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19.09.2016, 23:04 Uhr
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Ein herausragender Film, zu Recht wird er als ein "deutscher Kaurismäki" bezeichnet. Als "Liebesfilm" würde ich ihn allerdings in keinster Weise bezeichnen, diese Szenen sind nur ein kleiner Teil. In erster Linie wird ohne viele Worte die aussichtslose Lage der prekär beschäftigen Menschen gezeigt, die beispielsweise trotz Verbots weggeworfene Lebensmittel direkt am Container im wahresten Sinne des Wortes "verschlingen". Sie versuchen, sich ihre Würde und auch ihren Humor zu bewahren. Interessant ist es, die Kurzgeschichte von Clemens Meyer zu lesen, sie umfasst nur 25 Seiten. Die Umsetzung im Film ist hervorragend gelungen, einige wenige Szenen wurden verändert bzw. hinzugefügt.
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