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Dreieinhalb Wochen in Japan
Zoltan Paul. Bild: Leuner
Film

Dreieinhalb Wochen in Japan

Der Regisseur Zoltan Paul ließ sich in Japan auf ein Dreh-Abenteuer ein und zeigte seine Low-Budget-Produktion „Breakdown in Tokyo“ in Tübingen.

03.09.2018
  • Vera Leuner

Neben einer viel befahrenen Straße ist ein älterer, betrunkener Mann auf der Suche nach seinem Geldbeutel, ehe er gegen den Automaten fällt, aus dem er etwas ziehen möchte, und zusammenbricht. „Breakdown in Tokyo“ – so beginnt der Film, der vergangenen Donnerstag Premiere in Berlin hatte und am Samstag in München für eine ausverkaufte Vorstellung sorgte. Der Zusammenbruch der Hauptfigur auf der L...

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Ein herausragender Film, zu Recht wird er als ein "deutscher Kaurismäki" bezeichnet. Als "Liebesfilm" würde ich ihn allerdings in keinster Weise bezeichnen, diese Szenen sind nur ein kleiner Teil. In erster Linie wird ohne viele Worte die aussichtslose Lage der prekär beschäftigen Menschen gezeigt, die beispielsweise trotz Verbots weggeworfene Lebensmittel direkt am Container im wahresten Sinne des Wortes "verschlingen". Sie versuchen, sich ihre Würde und auch ihren Humor zu bewahren. Interessant ist es, die Kurzgeschichte von Clemens Meyer zu lesen, sie umfasst nur 25 Seiten. Die Umsetzung im Film ist hervorragend gelungen, einige wenige Szenen wurden verändert bzw. hinzugefügt.
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