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Do, 18.8: Sing Street

Sing Street

Romantische Musikkomödie um einen Schüler aus Dublin, der eine Band gründet, um seiner Flamme zu imponieren.

Sing Street

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Sing Street




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01.03.2016
  • Klaus-Peter Eichele

Romantische Komödien vor popmusikalischem Hintergrund – das ist die Nische, in der Regisseur John Carney („Once“, „Can A Song Save Your Life?“) schon den dritten Film hintereinander platziert. „Sing Street“ führt ins Dublin des Jahres 1985. Der 14-jährige Conor, der gerade die Schule gewechselt hat, verknallt sich in die etwas ältere Raphina, die eine Karriere als Model anstrebt und auch so aussieht. Um ihr Interesse zu wecken, bietet er der vermeintlich Unerreichbaren einen Auftritt in einem Video seiner Band an. Nur hat Conor überhaupt keine Band. Und kann eigentlich kein Instrument spielen. Und die nerdigen Mitschüler, die er auf die Schnelle anheuert, machen anfangs nicht den Eindruck, als würden sie jemals mehr als „Hänschen klein“ zustande bringen. Aber das täuscht.

So schnell, dass man es als Zuschauer kaum glauben mag, wachsen die Jungs beim Komponieren, Musizieren und dem ersten Auftritt beim Schulfest über sich hinaus. Der ein oder andere Fehlschlag – etwa die groteske Kostümierung beim Dreh des ersten Videos – kommt vor allem dem Witz zugute. Ein hübscher Running Gag kreist um die permanenten Stilwechsel der Jungs, je nachdem, welches neue heiße Ding (Duran Duran, Spandau Ballet, The Cure) gerade angesagt ist. Dass sie zum Schluss beim unterschätzten Salonfunk von Hall & Oates landen, ist eine schöne Überraschung. Derweil kommt Conor seinem ursprünglichen Ziel zwar langsam, aber umso sicherer näher.

Damit einem bei diesem Glückskeks von Film nicht gar zu wohl wird, streut Carney mitunter auch Betrübliches ein: prekäre Familienverhältnisse, die Wirtschaftskrise, die Scharen junger Iren zur Auswanderung treibt, den angedeuteten sexuellen Übergriff eines Priesters. Man hat aber nie den Eindruck, dass man sich als Zuschauer ernsthaft dafür interessieren soll.

Immerhin erwächst daraus das inszenatorische Highlight des Films: Eine surreale Tanzszene, in deren Choreografie sich zum Sound der Band alle zuvor angehäuften Probleme in Luft auflösen. Das ist aber auch der einzige Moment dieser etwas süßlich geratenen Teenie-Komödie, in der die Dringlichkeit des Rock’n’Roll für junge Leute spürbar wird.

Wie man mit ner Band Mädchen rumkriegt. Olle Kamelle, flott, aber allzu kalkuliert erzählt.

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01.03.2016, 03:00 Uhr
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Ein herausragender Film, zu Recht wird er als ein "deutscher Kaurismäki" bezeichnet. Als "Liebesfilm" würde ich ihn allerdings in keinster Weise bezeichnen, diese Szenen sind nur ein kleiner Teil. In erster Linie wird ohne viele Worte die aussichtslose Lage der prekär beschäftigen Menschen gezeigt, die beispielsweise trotz Verbots weggeworfene Lebensmittel direkt am Container im wahresten Sinne des Wortes "verschlingen". Sie versuchen, sich ihre Würde und auch ihren Humor zu bewahren. Interessant ist es, die Kurzgeschichte von Clemens Meyer zu lesen, sie umfasst nur 25 Seiten. Die Umsetzung im Film ist hervorragend gelungen, einige wenige Szenen wurden verändert bzw. hinzugefügt.
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