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Dinky Sinky

Dinky Sinky

36 und immer noch kein Nachwuchs. Der Kinderwunsch der Sportlehrerin Frida wird zur Obsession, durch die ihr Leben aus den Fugen gerät.

Dinky Sinky
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Deutschland 2016

Regie: Mareille Klein
Mit: Katrin Röver, Till Firit, Michael Wittenborn

95 Min. - ab 0 Jahren

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05.02.2018

Von Madeleine Wegner

„Entspann dich endlich!“, möchte man der spröden und verbohrten Frida zurufen. Im Leben der 36-jährigen Sport-Lehrerin scheint es kein anderes Thema zu geben als: endlich Nachwuchs bekommen. Ihr zweckgebundenes Liebesleben wird vom Kalender und den darin akkurat notierten fruchtbaren Tagen bestimmt. Selbst beim Heiratsantrag, den sie ihrem Tobias macht, geht es um eine Lösung für ihr dringlichstes Problem und die Finanzierung einer möglichen künstlichen Befruchtung.

Doch auch nach über zwei Jahren erfüllt sich Fridas Wunsch nicht. Das Paar ist ein „Dinky“ (Akronym für „Double income no kids yet“). Doch es wird noch trauriger – bei den beiden reicht es nicht einmal für einen Hund: Tobias schenkt seiner Freundin zum Trost einen Hamster, der schließlich statt eines Säuglings auf Fridas Bauch krabbelt.

So kommt es, wie es kommen muss. Tobias (Till Firit) sucht das Weite und Frida (Katrin Röver) hat damit ein gravierendes Problem mehr. Stück für Stück bricht ihr Leben zusammen. Sie muss aus der einst gemeinsamen Wohnung ausziehen und (wir sind schließlich in München) wieder bei ihrer Mutter einziehen. Die reagiert, wie eine Mutter eben so reagiert: „Du bist doch ein hübsches Mädchen. Und du hast einen guten Job. Das kann doch nicht so schwer sein, einen Mann zu finden.“ Tatsächlich macht sich Frida – anstatt sich mit der Trennung auseinander zu setzen – sofort auf die Suche nach einem neuen Samenspender. Ihre Obsession wird sogar zur Bedrohung für ihren Job, wenn sie im Sportunterricht die Zyklen der Mädchen kontrolliert. Doch selbst an diesem Punkt, an dem sie alles verloren zu haben scheint, klammert sie sich an ihren sehnlichsten Wunsch: Ein Kind muss her, egal wie!

Mareille Klein beobachtet in ihrem Spielfilmdebüt sehr genau, wie eine Frau an ihrem Kinderwunsch fast zerbricht. Doch mit den Figuren, allen voran Frida mit ihrem Kontrollwahn, will man als Zuschauer nicht so recht warm werden.

Zeigt detailliert beobachtet, wie es ist, wenn der Kinderwunsch zum alles bestimmenden Thema wird.

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Erstellt:
5. Februar 2018, 19:54 Uhr
Aktualisiert:
5. Februar 2018, 19:54 Uhr
zuletzt aktualisiert: 5. Februar 2018, 19:54 Uhr

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