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Publicviewing in Tübingen zur Fußball-WM

Die größte Leinwand der Region

In Tübingen wird es zur bevorstehenden Fußball-WM in Russland wieder mehrere Fanfeste mit bis zu 3000 Besuchern geben.

28.05.2018

Von Moritz Hagemann

Tooooooooooor für Deutschland: Die Fans werden auch in diesem Sommer in der Stadt ihren Jubel herausbrüllen. Archivbild: Rippmann

Bundestrainer Joachim Löw hat seinen Kader komplett, die Tübinger Gastronomen sind auch gerüstet: Wenn die Deutsche Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Russland (14. Juni bis 15. Juli) ihren fünften Titel holen möchte, können die Fans aus Tübingen wieder gemeinsam zugucken.

Beim Ordnungsamt sind drei große Events angemeldet worden. Das TAGBLATT hat die Veranstalter der großen Fanfeste in der Stadt nach ihren Plänen für den Fußball-Sommer gefragt:

Anlagenpark: Anders als noch bei der EM 2016 in Frankreich haben sich wieder mehrere Gastronomen zusammengetan, um für 3000 Fans die Spiele zu zeigen. Alexander Stagl (Hotel Krone), Herbert Rösch (Hotel am Schloss), Gunter Alleborn (Wurstküche) und Lothar Schmid (Museum) organisieren das größte Event der Stadt und regeln die Bewirtung intern – wie bei der WM 2014. Sie wollen alle Deutschland-Spiele zeigen, „und wenn mal Brasilien gegen Argentinien spielt, dann kann man das auch überlegen“, sagt Stagl.

6 Euro Eintritt werden pro Partie fällig, dafür ist mit jedem deutschen Spiel eine SWR3-Party verbunden. Die Leinwand ist knapp 35 Quadratmeter groß und kommt direkt vom einem großen Formel-1-Event. „Die größte in der Region“, sagt Stagl. Sein Tipp: Deutschland erreicht das Endspiel, Weltmeister werde aber Spanien.

Schlachthof: Seit der WM 2006 im eigenen Land ist der historische und denkmalgeschützte Innenhof des Schlachthofes fester Bestandteil des Public-Viewing-Kalenders. Zu jener Zeit wurde das gemeinsame Fußballgucken auch populär. Veranstalter Getahun Desta zeigt alle deutschen Spiele und verspricht: „Sollte es weitere interessante Endrundenspiele geben,
werden diese bei Bedarf ebenfalls gezeigt.“

Sein abgedunkeltes Zelt fasst 1200 Zuschauer, er wird zwei überdachte Leinwände installieren. Die Bewirtung für den Äthiopier übernehmen die Fußballer des TSV Lustnau. Wie in den Vorjahren verlangt Desta Eintritt in Verbindung mit einem Verzehrscoupon – in welcher Höhe, das weiß er noch nicht. An seinem Beispiel zeigen sich die Auflagen: Im Schlachthof werden bei jedem deutschen Spiel unter anderem sechs Security-Personen, vier Parkwächter und eine Station des Roten Kreuzes verlangt.

Sudhaus: Geschäftsführer Adalbert Sedlmeier sagt: „Wir machen’s so wie bei den letzten Malen auch.“ 500 Zuschauer haben Platz, der Eintritt ist frei und die Bewirtung wird vom eigenen Haus übernommen. Sedlmeier will alle Deutschland-Spiele auf seiner Leinwand zeigen und beim Rest warten, ob Nachfrage besteht. „Aber die Erfahrung zeigt, dass es eigentlich vorbei ist, sobald Deutschland ausgeschieden ist.“ Im besten Falle wird die deutsche Elf sieben Spiele in Russland absolvieren.

Museum: :„Wir zeigen alle Spiele“, sagte Geschäftsführer Martin Reichert. Die Leinwand ist über 60 Quadratmeter groß – größer als jeder andere in der Stadt. Etwa 400 Personen haben Platz. Pro Spiel verlangt Reichert 6 Euro Eintritt, ein Getränk und eine Stadionwurst in der Halbzeitpause sind aber inbegriffen. Rund 45 Premiumplätze kosten einen Aufschlag von 2 Euro pro Person.

Sonstige: Viele Gaststätten zeigen außerdem die WM-Spiele auf Großbildmonitoren oder Leinwänden. Betriebe, die Fußball unter freiem Himmel übertragen, müssen beim Ordnungsamt eine sogenannte Musiziererlaubnis einholen. „Die Anträge dazu können immer noch gestellt werden“, sagt die zuständige Carolin Gerster. Eine exakte Auflistung ist daher erst kurz vor WM-Beginn möglich. Im Neckarmüller-Biergarten finden 400 Besucher Platz. „Wir hoffen auf gutes Wetter“, sagt die Verantwortliche Mirjam Kirschmann. Dann wird der große LED-Monitor dort wieder unter freiem Himmel aufgestellt. Für alle Spiele – nicht nur für die der deutschen Elf.

Während das Kino Blaue Brücke vom 14. Juni bis 4. Juli komplett geschlossen hat, gibt es die Überlegung, im Kino Museum wichtige Spiele des deutschen Teams zu übertragen. Noch sei aber keine Entscheidung gefallen, sagt Klaus Beurer von der Betreiberfirma Vereinigte Lichtspiele.

Tübinger Bevölkerung: Südkorea vorne

Die Deutsche Nationalmannschaft trifft in der Vorrundengruppe F auf Mexiko (17. Juni, 17 Uhr), Schweden (23. Juni, 20 Uhr) sowie Südkorea (27. Juni, 16 Uhr). Ein mögliches Achtelfinale würde die DFB-Auswahl am 2. oder 3. Juli (jeweils 16 Uhr) bestreiten. Viertelfinale wäre am 6./7. Juli, das Halbfinale am 10. Juli. Am 15. Juli (17 Uhr) steigt das Endspiel im Moskauer Luzhniki-Stadion. Das TAGBLATT fragte bei der Stadt nach: Wie viele Staatsbürger aus den Ländern der deutschen Vorrundengegner leben eigentlich in Tübingen? Südkoreaner gibt es hier am meisten: 137 und neun weitere, die die doppelte Staatsbürgerschaft haben. Außerdem leben in Tübingen 75 Mexikaner (plus 31 mit zwei Pässen) sowie 38 Schweden (19).

Die Daten sind vom Stichtag am 31. Dezember 2017.

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Erstellt:
28. Mai 2018, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
28. Mai 2018, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 28. Mai 2018, 01:00 Uhr

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