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Tischtennis

Der letzte Titel ...?

Mit dem 3:1 im Bundesliga-Finale gegen Ochsenhausen unterstreicht Borussia Düsseldorf seine Dominanz. Doch Timo Boll hat Zweifel, ob dies so bleibt.

28.05.2018

Von GEROLD KNEHR

Zu einem Jubelsprung reicht die Kraft noch. Timo Boll sichert Düsseldorf den fünften deutschen Titel in Folge. Foto: Roskaritz/Eibner

Frankfurt. Timo Boll war glücklich – und geschafft. Gerade eben hatte der Superstar des deutschen Tischtennis sein Team Borussia Düsseldorf zum fünften deutschen Meistertitel in Serie geführt und damit das dritte Triple der Vereinsgeschichte (Gewinn der Meisterschaft, des Pokals und der Champions League) perfekt gemacht. Doch trotz seiner beiden Einzelerfolge beim 3:1 in der stickig-heißen Frankfurter Fraport-Arena beim Bundesliga-Finale gegen die TTF Ochsenhausen wirkte der erschöpfte 37-Jährige nachdenklich. „Die Zukunft spricht eher für Ochsenhausen. Die haben ein sehr junges Team. Das wird in Zukunft ein harter Kampf. Wer weiß, vielleicht war das heute unser letzter Titel...“

Mit jeweiligen 3:0-Erfolgen gegen Simon Gauzy und Hugo Calderano hatte Boll einmal mehr maßgeblich zu Düsseldorfs 71. großen Titel beigetragen und seine derzeitige großartige Form unter Beweis gestellt. War Bolls Begegnung gegen den nicht in Bestform spielenden Franzosen so klar, wie es das Ergebnis aussagt, wehrte sich der Brasilianer Calderano, der sein Team 1:0 in Führung gebracht hatte, in der letzten Begegnung nach Kräften. Erst mit dem achten Matchball entschied Boll die Partie für sich. „Je länger solch ein Spiel dauert, desto mehr denkt man, es geht um Leben und Tod. Ich bin heilfroh, dass es nochmals gereicht hat.“

Knackpunkt des Bundesliga-Finales war das Aufeinandertreffen der beiden Nummern drei. Joao Geraldo reichte in seiner letzten Begegnung für Ochsenhausen – der 22 Jahre alte Portugiese wechselt zur kommenden Saison nach Frankreich – eine 2:0-Satzführung gegen Kristian Karlsson nicht zum Sieg.

„Schade, aber Düsseldorf und insbesondere Timo Boll waren heute noch die bessere Mannschaft“, sagte TTF-Trainer Dubravko Skoric. Die Betonung liegt auf dem Wörtchen „noch“. Die Oberschwaben und auch andere Bundesligisten riechen Lunte. Mit dem von Düsseldorf nach Ochsenhausen wechselnden Österreicher Stefan Fegerl werden die TTF in der kommenden Saison noch kompakter. „Wir werden alles versuchen, hier erneut in einem Jahr um den Titel zu spielen und dann vielleicht ganz oben auf dem Treppchen stehen“, gibt sich Ochsenhausens Präsident Kristijan Pejinovic kämpferisch.

Allerdings sollten diejenigen, die an Borussia Düsseldorfs Thron rütteln möchten, die Rechnung nicht ohne den unverwüstlichen Boll machen. Der Vertrag des 37-Jährigen bei der Borussia läuft noch vier Jahre – „und den möchte ich auch erfüllen. Körperlich fühle ich mich noch ganz gut“, sagte er nach der Siegerehrung, auch wenn ihm in diesem Moment die Strapazen in diesem Moment noch deutlich anzusehen waren.

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Erstellt:
28. Mai 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
28. Mai 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 28. Mai 2018, 06:00 Uhr

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