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Das ist unser Land!

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Eine Krankenschwester lässt sich in dem Politdrama vor den Karren einer rechten Partei spannen.

Das ist unser Land!

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Chez nous
Frankreich 2017

Regie: Lucas Belvaux
Mit: Emilie Dequenne, André Dussollier, Guillaume Gouix

119 Min. - ab 12 Jahren

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28.05.2017
  • Verleih

Inhalt: Pauline (Émilie Dequenne) arbeitet als Krankenschwester in einer Kleinstadt im strukturschwachen Norden Frankreichs. Sie kümmert sich um ihren Vater und zieht ihre beiden Kinder alleine groß. Sympathisch und aufopferungsvoll wie sie ist, wird sie von allen gemocht.

Ihre Glaubwürdigkeit will sich eine aufstrebende nationalistische Partei zu Nutze machen und wirbt sie als Kandidatin für die kommenden Bürgermeisterwahlen an. Der charismatische Arzt Dr. Berthier (André Dussollier) umschmeichelt Pauline und überredet sie zu kandidieren. In ihrem Beruf täglich mit sozialen Missständen konfrontiert, lässt sie sich von seinen populistischen Ansichten mitreißen, in der Hoffnung, in der Lokalpolitik etwas bewirken zu können. Ihr sozialistisch geprägter Vater ist bestürzt über den Gesinnungswandel seiner Tochter. Und diese muss bald erkennen, dass sie nur als hübsches Gesicht der landesweiten Wahlkampagne von Parteichefin Agnès Dorgelle (Catherine Jacob) dienen soll.

Spielplan

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28.05.2017, 06:43 Uhr
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29.08.2017

07:13 Uhr

Elli Emann schrieb:

Der Film zeigt, wie sich Parteien mit rechter Gesinnung in das Leben von Menschen einschmeicheln, die sich tatsächlich oder vermeintlich verlassen und vergessen fühlen im Hamsterrad des Alltags. Die Rechte, als "Freund und Helfer", gut getarnt im feinen Anzug eines Arztes oder in der Person eines charmanten Jugendtrainers. Grade jetzt vor den Wahlen ein interessantet Film, der viel Diskussionsstoff bietet.



 
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Ein herausragender Film, zu Recht wird er als ein "deutscher Kaurismäki" bezeichnet. Als "Liebesfilm" würde ich ihn allerdings in keinster Weise bezeichnen, diese Szenen sind nur ein kleiner Teil. In erster Linie wird ohne viele Worte die aussichtslose Lage der prekär beschäftigen Menschen gezeigt, die beispielsweise trotz Verbots weggeworfene Lebensmittel direkt am Container im wahresten Sinne des Wortes "verschlingen". Sie versuchen, sich ihre Würde und auch ihren Humor zu bewahren. Interessant ist es, die Kurzgeschichte von Clemens Meyer zu lesen, sie umfasst nur 25 Seiten. Die Umsetzung im Film ist hervorragend gelungen, einige wenige Szenen wurden verändert bzw. hinzugefügt.
Elli Emann über In den Gängen
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