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Das Pubertier - Der Film

Das Pubertier - Der Film

Der Film nach dem Roman von Jan Weiler nimmt die Probleme zwischen Eltern und Pubertierenden ins komödiantische Visier.

Das Pubertier

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Deutschland 2017

Regie: Leander Haußmann
Mit: Jan Josef Liefers, Heike Makatsch, Detlev Buck

91 Min. - ab 6 Jahren

Tagblatt-Wertung

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02.06.2017
  • Klaus-Peter Eichele

Wenn sich goldige Rangen in nervensägende Kratzbürsten verwandeln oder, von der anderen Seite her betrachtet, liebevolle Beschützer in üble Kontrollfreaks, dann befinden wir uns in der Pubertät. Dieser familiäre Ausnahmezustand ist zum Verzweifeln, aus einem gewissen Abstand aber auch zum Schmunzeln, wie Autor Jan Weiler mit seinem Roman gezeigt hat. Den Bestseller hat Regisseur Leander Haußmann („Sonnenallee“) jetzt für die Kinoleinwand hergerichtet.

Im Mittelpunkt steht Familienvater Hannes (Jan Josef Liefers), der von dem trotzköpfigen Gebaren, das seine Tochter Carla (Harriet Herbig-Matten) um ihren 14. Geburtstag herum an den Tag legt, höchst irritiert ist. Die Ponyposter im Kinderzimmer sind spurlos verschwunden und Küsschen für Papa gibt es allenfalls noch dann, wenn ein I-Phone als Belohnung lockt. Mit seinen Versuchen, das Unheil aufzuhalten oder wenigstens abzufedern, tappt Hannes jedoch regelmäßig in die Peinlichkeits-Falle.

Besonders lebensnah ist das Ganze allerdings nicht angelegt. Oder gibt es Väter, die ihre pubertierenden Kinder mit Mega-Boxen, aus denen Nana Mouskouri dröhnt, zum Aufstehen bewegen? Hat jemand schon mal eine Teenie-Party erlebt, bei der am Ende alle Beteiligten auf dem Polizeirevier landen? Und welcher Herr Papa kraxelt in Wirklichkeit aufs Hausdach, um seine Tochter durchs Fenster auszuspionieren?

Trotz solcher Übertreibungen hält der Film zur klamauklastigen deutschen Mainstream-Komödie eine gewisse Distanz. Generell ist der Humor recht sanft, mitunter so betulich, dass man sich in einem Heinz-Erhardt-Lustspiel aus den 1950-er Jahren wähnt. Es besteht auch nie ein Zweifel daran, dass sich Mama/Papa/Kind insgeheim ganz dolle lieb haben.

Entsprechend der auf Kolumnen beruhenden Vorlage ist die Verfilmung anekdotisch angelegt. Eine stimmige Geschichte mit sich entwickelnden Charakteren gibt es nicht. Damit eine solche Nummernrevue auf Dauer nicht abstumpft, bräuchte es deutlich mehr treffsichere Gags, eine wagemutigere Inszenierung und einen Regisseur, der seinem Hauptdarsteller nicht bloß die Anweisung gibt: Mach doch mal den Börne!

Macht aus der Naturkatastrophe Pubertät eine harmlose, nach allen Seiten versöhnliche Familienkomödie.

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02.06.2017, 12:06 Uhr
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Ein herausragender Film, zu Recht wird er als ein "deutscher Kaurismäki" bezeichnet. Als "Liebesfilm" würde ich ihn allerdings in keinster Weise bezeichnen, diese Szenen sind nur ein kleiner Teil. In erster Linie wird ohne viele Worte die aussichtslose Lage der prekär beschäftigen Menschen gezeigt, die beispielsweise trotz Verbots weggeworfene Lebensmittel direkt am Container im wahresten Sinne des Wortes "verschlingen". Sie versuchen, sich ihre Würde und auch ihren Humor zu bewahren. Interessant ist es, die Kurzgeschichte von Clemens Meyer zu lesen, sie umfasst nur 25 Seiten. Die Umsetzung im Film ist hervorragend gelungen, einige wenige Szenen wurden verändert bzw. hinzugefügt.
Elli Emann über In den Gängen
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