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Langes Warten hat ein Ende
Auf dem Weg zu einem Sponsorentermin der Nationalmannschaft in Berlin: Mario Götze (links) an der Seite von Teammanager Oliver Bierhoff. Foto: dpa
Nationalmannschaft

Langes Warten hat ein Ende

Ein Jahr nach ihrem letzten Länderspiel sind Mario Götze und Ilkay Gündogan zurück und wollen morgen in Wembley das ersehnte Comeback feiern.

09.11.2017
  • DPA

Mario Götze lächelte und nahm einen großen Schluck aus der Wasserflasche. Der WM-Held von Rio genoss bei der ersten Trainingseinheit mit seinen Nationalmannschafts-Kollegen am Mittwoch in Berlin wieder das spezielle Gefühl. Die Rückkehr in den Elitekreis von Bundestrainer Joachim Löw ist für den 25-Jährigen ein besonderer Moment. Vor 360 Tagen spielte Götze beim 0:0 in Italien letztmals im DFB-Trikot – wie auch Ilkay Gündogan. Im Jahn-Sportpark jonglierten sich Götze und Gündogan gleich zum Start der Übungseinheit ein paar Bälle zu. Am Freitagabend im Londoner Wembleystadion will das Duo gegen England das lang ersehnte Comeback feiern.

„Natürlich war ich eine zeitlang raus, aber ich bin auch schon eine zeitlang dabei. Ich hoffe, dass ich gesund bleibe und spielen kann“, sagte Götze. Die ungewöhnlichen Leidensgeschichten des Borussia-Rückkehrers Götze und des einstigen Dortmunders Gündogan bewegen auch die Kollegen. „Ich freue mich, dass sie wieder dabei sind“, sagt Toni Kroos.

Wertvolle Erfahrungen

Seit der Nullnummer in San Siro waren die von Löw hoch geschätzten Götze und Gündogan im Abseits. Gündogan riss sich das Kreuzband, Götze musste wegen einer Stoffwechselstörung lange aussetzen. „Das waren wieder Monate, die ich mir hätte ersparen wollen, aber Fußball ist nun einmal nicht ganz so ungefährlich. Ich habe mich gut wieder zurückgekämpft“, sagte Gündogan in Berlin. Der Mittelfeldmann von Manchester City ist der Comeback-Kämpfer im DFB-Zirkel. Schwere Blessuren an Kniescheibe und Rücken kosteten ihn seit 2014 fast 40 mögliche Länderspieleinsätze.

Der 27-Jährige beeindruckte schon immer durch eine große Fähigkeit zur Reflexion. „Es sind alles Erfahrungen, ich sehe das gar nicht mal so negativ. Natürlich ist es verlorene Zeit, deswegen habe ich auch nur leider 20 Länderspiele, das ist schade, es hätten mehr sein können. Aber ich habe kein Problem, das zu akzeptieren und nach vorne zu schauen und positiv aus dem nächsten Rückschlag zurückzukommen“, sagte Gündogan. Ein positiver Aspekt für den England-Profi: Das knallharte Auswahlverfahren um die 23 WM-Plätze für Russland 2018 kann ihn nicht schrecken. „Ziel war es, gesund zu werden und auf allerhöchstem Niveau auf dem Platz zu stehen. Da habe ich nicht an ein bestimmtes Spiel oder ein bestimmtes Turnier gedacht“, sagt Gündogan, der sich selbst bei 70 bis 80 Prozent seiner Leistungsfähigkeit sieht.

Auch Götze musste sich seit seinem Goldenen Tor im WM-Finale 2014 immer wieder aus Fußball-Tälern arbeiten. Anders als Gündogan war er erstmals so lange von der Nationalelf weg. „Ich sehe ihn schon befreit. Natürlich belastet es dich als Sportler“, sagte Teammanager Oliver Bierhoff. Ein Pluspunkt für Götze: „Es ist gut, dass er sich die Zeit des Aufbaus gibt. Als junger Mensch kann man auch ungeduldig sein“, sagte Bierhoff.

Ihre WM-Träume für 2018 können beide nun wieder mit größerer Hoffnung leben. „Mario Götze und Ilkay Gündogan haben sich nach ihren Zwangspausen wieder stabilisiert. Sie spielen in ihren Klubs wieder wichtige Rollen und sind im Rhythmus. Sie haben beide schon bewiesen, welcher Gewinn sie für jede Mannschaft sein können, wenn sie fit sind. Wir freuen uns, dass sie wieder dabei sind“, sagte Löw. dpa

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09.11.2017, 06:00 Uhr
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