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Die Region will sich für Drehorte empfehlen
Rettet irgendwann James Bond in Schloss Lichtenstein die Welt?
Film Commission Neckar-Alb geht an den Start

Die Region will sich für Drehorte empfehlen

Wenn Markus Nawroth, der Leiter der Standortagentur Tübingen/Reutlingen/Zollernalb, über sein neuestes Projekt spricht, dann gerät er ins Schwärmen: Vom 1. Januar an soll eine Film Commission Neckar-Alb mögliche Drehorte aufspüren, erfassen, katalogisieren und weltweit anbieten.

05.12.2016
  • Thomas Demarco

Träumen ist da für Nawroth jetzt schon erlaubt. Etwa, dass dereinst einmal James Bond in einer Albhöhle die Welt rettet.

Oder eine Villa in der Reutlinger Hindenburgstraße Schauplatz eines Mordes werden könnte. „Die Film Commission ist ein genialer Schachzug, die Region in ihrer ganzen Bandbreite darzustellen“, sagt Nawroth.

Wenn ein Berliner Filmproduzent für einen Dreh etwa ein Schloss brauche, sei er bisher bei seiner systematischen Suche nicht auf den Lichtenstein oder die Burg Hohenzollern gestoßen, sondern eben auf die einschlägig bekannten Vorzeige-Objekte wie Neuschwanstein. Drehorte in der Region hätten weitestgehend nur als Zufallsfunde ihren Weg in Film- oder Fernsehproduktionen gefunden, meint Nawroth.

Damit sich das grundlegend ändert, ist nun also die Film Commission gegründet worden. 25 000 Euro lässt sich das die Standortagentur pro Jahr kosten, weitere 20 000 Euro Fördermittel steuert die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg bei. Um bald loslegen zu können, muss nun allerdings erst noch die dafür ausgeschriebene 40-Prozent-Stelle besetzt werden. Sobald jemand gefunden ist, heißt es „Film ab!“ für Suche und Erfassung potenzieller Drehorte.

Dabei gehe es allerdings nicht um ein Standortmarketing im touristischen Sinne, das die Schönheit der Tübinger Altstadt oder die Alb als Wanderparadies anpreisen soll, erklärt Nawroth. „Katalogisiert werden können alte Shedhallen, denkmalgeschützte Häuser, der besondere Eingang zu einem Gebäude, alte Maschinen oder neue Fertigungsanlagen in der Region“, erklärt er. Wenn sich die Region denn als Filmstandort etablieren sollte, würden auch viele Leute hierher gelockt, erwartet Nawroth. Und zwar nicht nur Besucherinnen und Besucher, die ein Setting, das sie im Film gesehen haben, selbst mal anschauen wollen. „Sekundäreffekte sind sicherlich, dass Filmteams viele Menschen mitbringen, wenn sie hier drehen“, betont der Leiter der Standortagentur. Es werde auch daran gedacht, in einem zweiten Schritt Produzenten einzuladen, um sie herumzufahren und für die Gegend zu begeistern.

Wer sich hier in der Region allerdings auskennt, muss mit Überraschungen rechnen, wenn verstärkt in der Umgebung gedreht wird. Denn im Horrorstreifen „A Cure for Wellness“, der am 23. Februar in die Kinos kommt, spielt die Burg Hohenzollern eine Hauptrolle. Allerdings ist das markante Gemäuer dafür in die Schweizer Alpen transferiert worden – umgeben von hohen Bergen.Archivbild

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05.12.2016, 01:00 Uhr

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Die Story und die Figuren sind derart schlicht, dass der Film schon nach 30 Minuten sein natürliches Ende hätte finden können. Leider dehnt er seine Ideenlosigkeit auf geradezu peinliche 83 Minuten aus. Kopfschüttelnd frage ich mich, wie so ein Film es überhaupt in ein Tübinger Kino mit Anspruch geschafft hat.
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