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Zeit-Zeugnisse

Ein alter Kämpfer der Bewegung
Wie Ex-Pfarrer Erich Keller Rektor am Uhlandgymnasium und Uni-Professor wurde

Ein alter Kämpfer der Bewegung

Offiziell war er der letzte Rektor des Tübinger Uhland-Gymnasiums vor Ende des Zweiten Weltkriegs; und offiziell war er außerordentlicher Philosophie-Professor an der Tübinger Universität. Doch gelehrt hat Erich Keller weder an der Schule noch an der Uni. Der einstige Pfarrer, frühes NSDAP-Mitglied und Sympathisant der „Deutschen Glaubensbewegung“ hatte in Tübingen eine Anschlussbeschäftigung gefunden, nachdem die Eßlinger Lehrerhochschule geschlossen worden war. Sein Förderer, Ministerpräsident und Kultminister Christian Mergenthaler, half seinem „Kampfgenossen“ dabei. weiterlesen21.06.2015 | von Manfred Hantke | 0

Nur fröhliche Gesichter im Rapp-Kindergarten
Der Ex-Tübinger Rainer Betz sucht Kontakte zu seinen einstigen Mit-Kindergartenkindern der Nachkriegsjahre

Nur fröhliche Gesichter im Rapp-Kindergarten

Tübingen. Es mag ein Jahr, es mögen auch zwei Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg gewesen sein, als dieses Bild vom „Rapp-Kindergarten“ in Tübingen entstand. So genau weiß das Rainer Betz (ganz oben, Vierter von links) nicht mehr. Der mittlerweile 72-Jährige lebt seit Jahren auf Korsika und sucht Kontakt zu ehemaligen Mit-Kindergartenkindern (der Rapp-Kindergarten feierte übrigens im Juni 2007 seinen 100. Geburtstag). weiterlesen13.02.2015 0

Mit einem Seitengewehr fing alles an
Museumsgründer Walter Tiedemann sammelte alles, was ihm unter die Finger kam

Mit einem Seitengewehr fing alles an

Der Arbeitskreis Schlossmuseum feiert seinen 25. Geburtstag. Ohne Walter Tiedemann würde es ihn aber gar nicht geben. Tiedemann sammelte alles, was er nur kriegen konnte – vom Kruscht bis zur teuren Antiquität und Rarität. Er war Gründer des Heimatmuseums, auch Herr des Großen Schlosses und vermachte seine 10.000 Exponate umfassende Sammlung 1976 der Gemeinde. weiterlesen05.11.2014 | von Manfred Hantke | 0

„Ich habe nämlich erbärmlich Hunger“
Bei Verdun gefallen und begraben, sollte der Leichnam Anton Schäfles mit einem Leiterwagen heimgeholt werden

„Ich habe nämlich erbärmlich Hunger“

Der 18-jährige Musketier Anton Schäfle hat seinen Eltern seit seiner Ausbildung zum Soldaten im November 1916 bis zu seinem Fronteinsatz im Juni 1917 Briefe und Feldpostkarten geschickt. Die Wannweilerin Claudia Treutlein hat die Texte entziffert, fehlende Informationen recherchiert, alles dem TAGBLATT für die Veröffentlichung überlassen. Briefe und Karten sind ein Zeugnis des Hungers, den die Soldaten im Ersten Weltkrieg an der Front erleiden mussten. Nicht nur deshalb konnte sich Anton Schäfle für den Ersten Weltkrieg nicht begeistern; der Hof daheim war ihm viel wichtiger. weiterlesen05.09.2014 | von Manfred Hantke | 0

Zähne zog er seinen Kunden keine mehr
Friseur Otto Häusler verkaufte am Holzmarkt Hopfenstangen/Töchter richteten "Ondulierstube" ein

Zähne zog er seinen Kunden keine mehr

Das markante Gebäude Holzmarkt 2 war immer eine erste Adresse – für Professoren, Apotheker, Schneider, Sattler und Metzger. Ihr Handwerk übten hier aber auch Friseure aus. Einer von ihnen war Otto Häusler. Er verkaufte Anfang des 20. Jahrhunderts zudem Lotterielose sowie Gerüst- und Hopfenstangen. Seine Töchter verpassten in der „Ondulierstube“ den Damen den neuesten Chic. weiterlesen17.09.2015 | von Manfred Hantke | 0

Berechnet für eine Straßenbahn – ein futuristischer Plan
Tübinger Brückengeschichte (3): Die heutige Eberhardsbrücke wurde von 1899 bis 1901 gebaut – und 1951 verschandelt

Berechnet für eine Straßenbahn – ein futuristischer Plan

Tübingen. Die heutige Neckarbrücke wurde von 1899 bis 1901 nach den Plänen von Karl Leibbrand und Heinrich Halmhuber ausgeführt. Sie hatte zwei elegant geschwungene Bögen und war im Kern aus modernem Stampfbeton errichtet. Ihre Breite (13,70 Meter) und Tragkraft waren so berechnet, dass darauf auch eine Straßenbahn verkehren konnte – ein futuristischer Plan, der bis heute auf seine Verwirklichung wartet. weiterlesen24.08.2015 0

Das Archiv des Schwäbischen Tagblatts

Wer kennt das nicht: Ausgerechnet den Artikel zum Thema, das einen gerade beschäftigt, hat man verpasst. Oder man braucht dringend einen Überblick über eine regionale Fragestellung. Das TAGBLATT-Archiv hilft weiter.