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Viel Lärm um Nichts

Viel Lärm um Nichts

In die Jetztzeit transponierte Version der Shakespeare-Komödie um junge Liebe und einen Intriganten, der sie zerstören will.

Jetzt im Kino: So modern kann Shakespeare sein - "Viel Lärm um nichts"12.09.2015

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Jetzt im Kino: So modern kann Shakespeare sein - "Viel Lärm um nichts" --

01:45 min

Much Ado About Nothing
USA

Regie: Joss Whedon
Mit: Amy Acker, Alexis Denisof, Nathan Fillion

- ab 0 Jahren

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04.08.2014
  • von Dorothee Hermann

Die Rückkehrer aus der Schlacht treffen in Limousinen ein und tragen formelle Anzüge wie Geschäftsleute. Der Clash mit der zivilen Welt ist hart: Benedikt (Alexis Denisof) und Claudio (Fran Kranz) müssen sich ein rüschenverziertes Kinderzimmer teilen, während der Intrigant Don Juan (Sean Maher) samt Girlie-Komplizin selbstverständlich ein Doppelbett für Erwachsene benutzen darf.

Actionregisseur Joss Whedon ("The Avengers") hat jede Menge solcher Scherze parat, die er Shakespeares Komödie beimischt. In eine kalifornische Reichen-Gegend versetzt, geben die Machart (Schwarz-Weiß-Film) und die Original-Dialoge der geldlastigen Sorgenfrei-Szenerie Skurrilität und nostalgischen Zauber.

Whedons eigenes Anwesen in Los Angeles wurde zum Haus von Leonato, Gouverneur von Messina (Clark Gregg, bekannt als "Avengers"-Agent Coulson Clark). Als Leonato ist er liebenswürdiger Gastgeber und Vater der jungen Hero (Jillian Morgese als unschuldiges Zentrum der Intrige).

Der starr wirkende Bösewicht Don Juan ist auf seine Rolle festgelegt, weil er so wenig zu sagen hat (er ist fixiert auf seinen Hass). Ganz anders Benedikt und Beatrice (großartig: Amy Acker), die Nichte des Hausherrn, die mit ihren spöttischen Neckereien die Handlung auf ihre Weise vorantreiben - bis Benedikt vom kernigen Sportsfreund zum alerten Heiratskandidaten mutiert. In einer Atmosphäre, in der man einander belauscht und belauert, und Verbündete blitzschnell verloren gehen, ist das eine beachtliche Wandlung.

Die Komplotte der Hausgäste werden burlesk gespiegelt von den handfesten Security-Leuten, einer Mischung aus Neighbourhood Watch und tölpelhaften Provinz-Sheriffs. Ihren unbeabsichtigten Triumph präsentieren sie mit Sonnenbrillen im Mafia-Stil (ab 0).dhe

Im kalifornischen Suburbia funkelt diese Shakespeare-Komödie umso schöner.

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04.08.2014, 12:00 Uhr | geändert: 21.08.2014, 12:00 Uhr

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Ein interessanter, sehr nüchtern und pragmatisch inszenierter Film über die ersten Vorkämpferinnen von Frauenrechten, speziell des Wahlrechts für Frauen. Ungeschönt wird die alltägliche Situation einfacher Wäscherinnen gezeigt (in der Familie und am Arbeitsplatz, wo sie auch sexuellen Übergriffen ausgesetzt sind), die sich nach jahrelangem "Kampf" mit friedlichen Mitteln nicht mehr mit Worten abspeisen lassen wollen. An diese Pionierinnen, die alles riskiert haben, kann nicht oft genug erinnert werden. Vor allem, wenn man daran denkt, dass das allgemeine Wahlrecht für Frauen in der Schweiz 1971(!) eingeführt wurde und in Saudi-Arabien vor ca. 6 Wochen. .
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