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Sommerhäuser

Sommerhäuser

Der drückende Sommer 1976 und geheimnisvolle Ereignisse erhitzen die Gemüter einer Familien im scheinbaren Gartenidyll.

Sommerhäuser

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Deutschland 2017

Regie: Sonja Maria Kröner
Mit: Thomas Loibl, Laura Tonke, Mavie Hörbiger, Christine Schorn

97 Min.

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09.11.2017
  • Madeleine Wegner

Dieser Jahrhundertsommer ist wie ein Stich ins Wespennest. Wie jedes Jahr verbringt die Großfamilie ihren Sommer im Garten von Oma Sophie. Doch während der großen Hitzewelle 1976 ist so vieles anders als früher. Die Oma lebt nicht mehr. Die Zukunft des Gartens ist ungewiss. Durchs Radio knattert die Nachricht von der Entführung eines kleinen Mädchens. Während die Erwachsenen bei Kaffee und unzähligen Zigaretten der Zeit beim Verrinnen zusehen, stürzen sich die Kinder in das Gartenabenteuer, so auch auf das verwilderte wie schaurige Grundstück des mysteriösen Nachbarn. Hier die roten Geranien und weißen Begonien vor dem Gartenhäuschen, drüben, auf der anderen Seite des Lattenzauns, der wilde Garten mit moosüberwachsenen Bäumen. Hier locken Fallen gefräßige Nacktschnecken und lästige Wespen an, dort baumeln abgetrennte Puppenköpfe an den Zweigen.

Allzu viel passiert augenscheinlich nicht in Sonja Maria Kröners Spielfilmdebüt. Schließlich sind ja auch Sommerferien, die sie in gleißendem, hypnotisierenden Licht zeigt. Trotz der vielen freien Zeit will in diesem abgesteckten grünen Paradies nicht so recht Entspannung aufkommen, auch wenn die Tante angesichts der vermeintlich geordneten Idylle feststellt: „Das ist doch wirklich ein kleines Fleckchen Paradies.“

Denn natürlich gibt es Reibungen beim großen alljährlichen Familientreffen. Man kennt das ja. Die Kinder nerven. Die verzogene Schwester zickt. Die Alten werden immer schrulliger. Die Paare überstehen ihre Langeweile nur durch konsequente Routine. Die Beziehungen und Familienkonstellation sind für den Zuschauer zwar nur mühsam zu durchschauen, doch die Bedürfnisse und Sehnsüchte der einzelnen Figuren werden deutlich. In dieser drückenden, hitzig-trägen Stimmung muss am Ende ein Gewitter aufziehen. Und so, wie am Tag der Beerdigung von Oma Sophie, der den Anfang des Films markiert, der Blitz einschlägt, so wird auch ein Gewitter diesen Sommer jäh beenden.

Ein Film wie ein zäher, drückender Sommertag – die Gewitter-Spannungen liegen von Anfang an in der Luft.

Spielplan
Tübingen , Atelier
So,
19.11
14:30
Di,
21.11
16:00
Rottenburg , Kino im Waldhorn
Fr,
24.11
20:15

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09.11.2017, 13:19 Uhr

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… „ES“ ist ein Kinderfilm für Erwachsene, denn die Helden sind allesamt angehende Teens. Es sind Pubertierende mit all ihren Nöten aus körperlichen Defiziten, großkotzigen Bullies, die die Stadt zu „ihrer“ Stadt erklären, übergriffigen Eltern und vor allem mit einem uralten Schrecken, der der Stadt schon bei der Gründung eingeschrieben wurde: Pennywise. Das alles kommt so fein austariert und bis ins letzte Detail stimmig umgesetzt daher, dass die Kinder dem empfindsamen Zuschauer recht bald ans Herz wachsen, Kinder einer Zeit und Kultur, in der der Horror für Stephen King noch aus dem Kleinstädtischen erwuchs. „ES“ spart nicht an einigen krassen Effekten, ist aber in seinen besten Momenten (und die sind beileibe nicht rar) dort am stärksten, wo es um das scheinbar Nebensächliche und Beiläufige geht: Wenn der Vater von Beverly seiner Tochter etwas zu lange über das Haar streicht, wenn der dicke Ben in der Bibliothek recherchiert und im Hintergrund die Bibliothekarin nicht weicht, wenn Stanley in der Synagoge ein Bild betrachtet und es irgendwann zurückschaut ….. das sind nur ein paar der vielen Szenen, bei denen es / „ES“ dich beklemmend schaudern macht. Chapeau.
Peter Dorn über Es
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