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Portugal Mon Amour

Portugal Mon Amour

Komödie um eine portugiesische Gastarbeiter-Familie in Paris, die eine unverhoffte Erbschaft in Turbulenzen stürzt.

Jetzt im Kino: Auch in Frankreich klingt der Fado - "Portugal mon amour"

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Jetzt im Kino: Auch in Frankreich klingt der Fado - "Portugal mon amour" --

01:48 min

La cage dorée
Frankreich

Regie: Ruben Alves
Mit: Rita Blanco, Joaquim De Almeida, Barbara Cabrita

- ab 0 Jahren

Tagblatt-Wertung

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26.08.2013
  • von Klaus-Peter Eichele

Einwandererfilme sind in Frankreich Kinoalltag. Von Portugiesen war darin bisher allerdings selten die Rede, obwohl sich ihre Zahl, inklusive Nachkommen, auf vier Millionen summieren soll. Das mag daran liegen, dass es mit ihnen partout keine Konflikte gibt, weil sie – so jedenfalls die These im Film von Ruben Alves – immer tun, was man von ihnen verlangt. José Ribeiro schuftet sich als Kapo in einem Bauunternehmen ohne Murren den Buckel krumm, seine Frau Maria ist als Concièrge in einem bourgeoisen Pariser Wohnhaus praktisch rund um die Uhr Mädchen für alles. Die eingeborenen Franzosen nehmen das wie selbstverständlich hin. Bei aller Beliebtheit bleiben die Ribeiros eben doch Immigranten, die keine Ansprüche zu stellen haben.

Die eingefahrene Lage ändert sich, als unverhofft eine stattliche Erbschaft hereinplatzt. Weil die Familie dafür nach Portugal zurückkehren müsste, gesellen sich zum Entzücken schnell schwer wiegende Bedenken: Verbindet einen außer ein bisschen Nostalgie überhaupt noch etwas mit der alten Heimat? Darf man die Kinder aus ihrem gewohnten Umfeld herausreißen, die ach so gütigen Patrons im Stich lassen? Letztere warten die Antwort erst gar nicht ab, sondern versuchen mit Zuckerbrot und fiesen Tricks, die Abreise zu hintertreiben – wohl wissend, dass sie ohne die „Kabeljaus“ arm dran wären.

In seinen besten Passagen lässt „Der vergoldete Käfig“ (so der übersetzte Originaltitel) durchschimmern, wie subtil Diskriminierung ablaufen kann und wie sie sich sozial verfestigt. Über weite Strecken kochen die Probleme aber nur so weit hoch, dass es die gute Laune im Kinosaal nicht beeinträchtigt; auch gerät keine einzige Figur in Gefahr, nachhaltig unsympathisch zu sein. So plätschert die Geschichte zwar unterhaltsam, auf Dauer aber doch etwas arg lieblich einher, wobei das Drehbuch gelegentlich zur Bauerntheatralik neigt: Dass die Tochter der Ribeiros heimlich mit dem Sohn von Papas Chef verbandelt ist, und just auch noch schwanger wird, wäre wirklich nicht nötig gewesen. Ein Schmuckstück der Inszenierung ist dagegen die finale Fado-Sequenz, in der alle Konflikte sanft ironisch gebündelt werden – und ihrer märchenhaften Auflösung ins Auge blicken.

Feelgood-Schnurre mit Fado, Folklore – und einem Wermutstropfen Wirklichkeit.

Spielplan

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26.08.2013, 12:00 Uhr | geändert: 23.10.2013, 12:00 Uhr

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17.09.2013

12:00 Uhr

Emil schrieb:

Mir hat der Film gut gefallen. Komödie ohne Klamauk. Sehr gute Hauptdarsteller.



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Ein deutscher Film ohne Schweiger und Töchter! Und auch kein Didi, der mit 90 Marathon läuft oder als Alzheimerkranker spaßige Roadmovies macht. Nie lagen Kritikermeinungen und Usermeinungen so weit auseinander: Meiner Meinung nach ist es einer der besten deutschen Filme der letzten Jahre. Ich mag Karoline Herfurth sehr gerne und halte sie darstellerisch wie menschlich für eine der erfreulichsten Gestalten des deutschen Kinos, daher finde ich es auch interessant, wie eine Regiearbeit von ihr ausfällt; des weiteren find ich auch Nora Tschirner echt Klasse und feiere den Film schon alleine für ihre FIgur ab die als liebenswerte Mitbewohnerin ihrer Freundin mit Herz und Witz zur Seite steht. Ansonsten macht Herfurth hier auch sehr viel richtig: sie macht einen kleinen, gefühlvollen Film, der eben einfach nur eine einfache RomCom darstellt, auf diesem genannten Sektor aber alle Ansprüche erfüllt: es ist witzig, aber nie zu albern, wenn es mal traurig wird, ist das auch emotional. 
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