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Nächster Halt: Fruitvale Station

Nächster Halt: Fruitvale Station

Der Spielfilm rekonstruiert den letzten Tag im Leben des Afroamerikaners Oscar Grant, der von einem weißen Polizisten erschossen wurde.

Jetzt im Kino: Die Stunden vor der tödlichen Kugel - "Nächster Halt Fruitvale Station"

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Jetzt im Kino: Die Stunden vor der tödlichen Kugel - "Nächster Halt Fruitvale Station" --

02:10 min

Fruitvale Station
USA

Regie: Ryan Coogler
Mit: Michael B. Jordan, Melonie Diaz, Octavia Spencer

- ab 12 Jahren

Tagblatt-Wertung

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31.03.2014
  • Klaus-Peter Eichele

Das bittere Ende steht am Anfang des Films, schließlich ist es, zumindest in den USA, allgemein bekannt. Am frühen Morgen des 1. Januar 2009 wurde der Afroamerikaner Oscar Grant an der S-Bahn-Haltestelle Fruitvale in Oakland, Kalifornien, von einem weißen Bahnpolizisten durch einen Schuss in den Rücken getötet. Der zuvor nach einer banalen Rauferei festgenommene Grant lag bereits am Boden und war unbewaffnet. Etliche Passagiere filmten die Quasi-Hinrichtung mit dem Handy. Die auf YouTube veröffentlichten Videos lösten landesweite Proteste gegen rassistische Polizeigewalt aus.

Ob tatsächlich Rassismus das Motiv des Todesschützen war, lässt Regiedebütant Ryan Coogler offen; sein Interesse gilt ausschließlich dem Opfer. Genauer: den letzten 24 Stunden in Oscar Grants Leben. In dieser Rekonstruktion erscheint der 22-Jährige als grundsympathischer Mensch, der sich rührend um seine vierjährige Tochter, einen schwer verletzten Straßenköter und eine orientierungslose Supermarktkundin kümmert. Seine Schwächen, ein Hang zu Seitensprüngen oder kleine Drogendeals, die ihn auch schon in den Knast gebracht haben, machen ihn nur noch menschlicher – zumal der von Serienstar Michael B. Jordan gespielte Hallodri gerade beschlossen hat, künftig ein rechtschaffenes Leben zu führen.

Wie das authentische Protokoll eines bis zur Eskalation auf dem Bahnsteig gewöhnlichen Tages wirkt das allerdings kaum. Wohlwollend könnte man von einem zeitlich verdichteten Charakterporträt sprechen; ins Negative gewendet aber auch von einer emotionalen Optimierung der Geschichte ohne Rücksicht aufs Tatsächliche. Rein filmisch stört dieser Drift ins Manipulative nicht unbedingt: Speziell die Zuspitzung der Ereignisse kurz vor den tödlichen Schüssen bietet Intensität pur.

Zu irgendwelchen Erkenntnissen führt das alles jedoch nicht, es bleibt nur eine diffuse Wut über den sinnlosen Tod eines jungen Mannes, der mit falscher Hautfarbe zur falschen Zeit am falschen Ort war. Der Vortag des Todesschützen Johannes Mehserle, den eine rein weiße Jury 2010 der fahrlässigen Tötung für schuldig befand, wäre womöglich aufschlussreicher gewesen.

Macht Oscar Grant nicht besonders glaubhaft zum herzensguten Muster-Opfer.

Spielplan

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31.03.2014, 12:00 Uhr | geändert: 06.08.2014, 12:00 Uhr

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I like that comment "Denzel Washington redet einfach zu viel"! Das bringt das Problem mit diesem Schauspieler auf einen Punkt. Die Filme, die er macht, hören sich spannend an, sind aber stinklangweilig und viel zu lang und außerdem redet der Denzel die ganze Zeit. Ich habe den Film gesehen mit dem Zug, der sich selbstständig macht (gähnend langweilig), mit dem Piloten, der alkoholisiert fliegt (nach dem Film haben wir uns dumm angeschaut und uns gefragt, wer die blöde Idee hatte, in diesen Film zu gehen). Diesen Film werde ich mir NICHT anschauen, der wirkt schon so holzschnitzartig, dass mir der Trailer reicht. Außerdem finde ich blöd, dass Denzel Washington als privelegierter Mensch das Rassissmusproblem immer unter den Teppich kehrt, nach dem Motto: Leute werden immer und überall benachteiligt, da braucht sich keiner so anzustellen..
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