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Maps to the Stars

Maps to the Stars

Regie-Crack David Cronenberg nimmt den oberflächlichen Lebensstil von Hollywoods High Society satirisch ins Visier.

Jetzt im Kino: Wenn die Sucht nach Ruhm in den Abgrund führt - „Maps To The Stars“

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Jetzt im Kino: Wenn die Sucht nach Ruhm in den Abgrund führt - „Maps To The Stars“ --

01:59 min

Kanada

Regie: David Cronenberg
Mit: Julianne Moore, Robert Pattinson, Mia Wasikowska

- ab 16 Jahren

Tagblatt-Wertung

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01.09.2014
  • Dieter Oßwald

Willkommen im Neurosen-Dschungel der Traumfabrik. Julianne Moore gibt im neuen Film von David Cronenberg (zuletzt „Cosmopolis“) eine alternde Hollywood-Diva mit Mutterkomplex. Dass ihre besten Zeiten längst vorbei sind, hat diese Havana Segrand fleißig verdrängt. Trotzig träumt sie von der großen Rolle: Im Remake jenen Part zu spielen, mit dem die Frau Mama einst berühmt wurde.

Hilfe holt sich Havana beim Psycho-Guru Dr. Weiss (John Cusack). Dieser aufgeplusterte Therapeut kennt sich mit Glamour-Sorgen aus, schließlich ist er der Vater eines zickigen Kinderstars mit Drogenproblemen. Noch überkandidelter als dieser Justin Bieber-Verschnitt ist dessen Schwester Agatha (Mia Wasikowska), die einst den heimischen Bungalow abfackelt hat. Zurück aus der Psychiatrie, nistet sie sich bei Havana als deren persönliche Assistentin ein – sehr zum Schrecken des Vaters. Schließlich weiß Dr. Weiss, welch düsteres Familiengeheimnis es zu bewahren gilt!

Den Wahnsinn dieser Familie im Besonderen und jenen von Hollywood im Allgemeinen offenbart Cronenberg mit eiskaltem Blick, atmosphärischer Dichte und visueller Eleganz. Nebenher macht sich der Kanadier über die Eitelkeiten der Unterhaltungsindustrie lustig, wo an jeder Ecke Missgunst, Gier und Heuchelei lauern und man auf dem Weg zum Ruhm auch über Leichen geht. Nicht fehlen darf auch der wohl legendärste Versager der Glitzerwelt: Der erfolglose Schauspieler/Drehbuchautor, der sich als Chauffeur über Wasser hält und einflussreichen Fahrgästen schon mal auf der Rückbank sexuell gefällig wird. Ihn gibt Robert Pattinson, der sich vergnügt von seiner Teenie-Schwarm-Vergangenheit als „Twilight“-Vampir frei spielt.

Klar sind Späße über die Macken der Promis so alt wie das Star-System selbst. Entscheidend ist freilich, wie bei allen Witzen, wie sie erzählt werden. Mit elegant verknüpften Erzählsträngen und gekonnt gesetzten Seitenhieben gelingt Cronenberg eine vergnügliche Farce, die zugleich als perfides Psychodrama mit Überraschungseffekt bestens funktioniert.

Nicht neu, aber gut: Realsatire über Gier und Größenwahn der Hollywood-Celebrities.

Spielplan

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01.09.2014, 12:00 Uhr | geändert: 25.09.2014, 12:00 Uhr

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I like that comment "Denzel Washington redet einfach zu viel"! Das bringt das Problem mit diesem Schauspieler auf einen Punkt. Die Filme, die er macht, hören sich spannend an, sind aber stinklangweilig und viel zu lang und außerdem redet der Denzel die ganze Zeit. Ich habe den Film gesehen mit dem Zug, der sich selbstständig macht (gähnend langweilig), mit dem Piloten, der alkoholisiert fliegt (nach dem Film haben wir uns dumm angeschaut und uns gefragt, wer die blöde Idee hatte, in diesen Film zu gehen). Diesen Film werde ich mir NICHT anschauen, der wirkt schon so holzschnitzartig, dass mir der Trailer reicht. Außerdem finde ich blöd, dass Denzel Washington als privelegierter Mensch das Rassissmusproblem immer unter den Teppich kehrt, nach dem Motto: Leute werden immer und überall benachteiligt, da braucht sich keiner so anzustellen..
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