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Inside Llewyn Davis

Inside Llewyn Davis

Die Tragikomödie der Brüder Coen erzählt die Geschichte eines erfolglosen Folkmusikers im New York der Sixties.

Jetzt im Kino: Warum Bob Dylan? Warum nicht er? - "Inside Llewyn Davis"

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Jetzt im Kino: Warum Bob Dylan? Warum nicht er? - "Inside Llewyn Davis" --

02:43 min

USA

Regie: Joel Coen, Ethan Coen
Mit: Oscar Isaac, Carey Mulligan, John Goodman

- ab 6 Jahren

Tagblatt-Wertung

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Film bewerten

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02.12.2013
  • Klaus-Peter Eichele

Im New York der frühen sechziger Jahre schickt sich die Folkmusik gerade an, das neue große Ding im Pop-Zirkus zu werden. Was noch fehlte, war ein charismatisches Zugpferd, der Superstar des Genres. Heute wissen wir, dass Bob Dylan in diese Lücke sprang, während die meisten seiner zunächst nicht minder talentierten Zeitgenossen schnell wieder in der Versenkung verschwanden oder gar nicht erst aus ihr herausfanden. Einer dieser Pechvögel war David Van Ronk, den die Brüder Coen, ihrem Faible für Loser folgend, zum Vorbild ihres neuen Films erkoren haben.

Für die Mechanik der Popkultur interessieren sich die Coens indes genauso wenig wie für das im Titel versprochene Innenleben dieses Llewyn Davis, wie Van Ronk im Film heißt. Eigentlich bleibt bis zum Schluss unklar, wofür sie sich überhaupt interessieren – mal abgesehen von einer Katze, die der mittel- und obdachlose Musikus wegen seines notorischen Ungeschicks den halben Film über durch New York tragen muss. So wird sie zum Zeugen einer Serie von Nackenschlägen, die der ewig schlecht gelaunte Davis im Berufs- und Privatleben erleidet: Plattenbosse hauen ihn übers Ohr oder treten ihn in die Tonne, die schwangere Freundin macht ihn zur Minna, der Mann einer Musikerin prügelt ihn krankenhausreif. Dabei machen die Regisseure den Zuschauern das Leben grundlos schwer – wenn etwa Davis das Angebot, bei einer neuen Combo einzusteigen, mit der ihm eigenen Arroganz ablehnt. Dass es sich um die späteren Peter, Paul & Mary handelt, die mit ihrem Seicht-Folk Millionen scheffeln sollten, erfährt man nicht.

Die edel komponierten Bilder des winterlich fahlen Greenwich Village sind zwar hübsch anzusehen, können aber nicht verhindern, dass der inhaltlich oberflächliche und spartanisch inszenierte Pannentrip gediegene Langeweile heraufbeschwört. Sein einzig erkennbares Ziel ist der musikalische Weltschmerz, den Davis aus der Misere destilliert – das allerdings ziemlich eindrücklich. Das halbe Dutzend Songs, mit denen die Coens (und Davis-Darsteller Oscar Isaac) die Folkmusik der frühen Sixties in all ihren Facetten ausloten, machen den Film doch noch sehens-, oder vielmehr: hörenswert.

Wer nicht schon schlecht gelaunt ist, wird es im Bannkreis dieses Miesepeters bestimmt.

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02.12.2013, 12:00 Uhr | geändert: 19.02.2014, 12:00 Uhr

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22.12.2013

12:00 Uhr

chris schrieb:

Tolle Stimmung



17.12.2013

12:00 Uhr

Micha schrieb:

Ich kann den Tagblatt Kommentar nicht nachvollziehen. Sicher, in diesem Film "passiert" nicht viel, aber das wird weder im Trailer noch sonstwo suggeriert. Dieser Film schafft aber etwas, das nur wenigen Filmen heutzutage gelingt: Er vermittelt eine Stimmung, ein Lebensgefühl. Nach dem Film will man sich eine Zigarette anzünden und ein Bier trinken gehen und am liebsten Gitarre spielen lernen. Wunderschöner Film!!!!



 
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Hm, der Film lässt eher kalt, eine Mischung aus zu gewollt und zu distanziert. Das Zielpublikum sind eher die Brexit-Briten die historisch-verquast von Nolan vermittelt bekommen sollen dass mit einer stiff upper lip und nationaler Einheit eine Schlacht zwar verloren gehen kann, der Krieg aber gewonnen wird. Am Ende sind alle Helden. Rule Britannia, we'll be back.
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