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Entgleist

Solider Thriller mit holzschnittartigen Figuren und einer latent politischen Botschaft.

Solider Thriller mit holzschnittartigen Figuren und einer latent politischen Botschaft.

DERAILED
USA

Regie: Mikael Hafström
Mit: Clive Owen, Jennifer Aniston, Melissa George

- ab 16 Jahren

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24.11.2015
  • Achim Stricker

Obwohl Charles (Clive Owen), leitender Angestellter einer Werbeagentur, mit Frau und Tochter in einem Traumhaus lebt und alles zu besitzen scheint, lässt er sich auf eine Affäre mit Karrierefrau Lucinda (Jennifer Aniston) ein. Beim Schäferstündchen in einer Absteige werden sie überfallen, Lucinda wird brutal vergewaltigt. Aus Angst um ihre bürgerliche Existenz schalten sie keine Polizei ein. Doch von nun an wird Charles erpresst: Als angeblicher Geschäftskollege dringt ein sadistischer Verbrecher (Vincent Cassel) in sein Haus und Leben ein.

Abgesehen von mehr oder weniger überraschenden Wendungen in der zweiten Hälfte ist das US-Debüt des schwedischen Regisseurs Mikael Hafström als Thriller bloß solider Durchschnitt. Während Ehebruch-Dramen wie „Eine verhängnisvolle Affäre“ ihre Spannung aus der Dreieckskonstellation beziehen, bleibt das Zwischenmenschliche hier im Hintergrund. Die Protagonisten wirken bisweilen holzschnittartig und unbeholfen – vor allem „Friends“-Sweetheart Aniston, die mit dieser James Siegel-Verfilmung eigentlich ihr Image ändern wollte.

Hinter dem skizzenhaften Plot lässt sich der Film als Parabel auf das Amerika nach dem 11. September lesen: Moralisch geknebelt, im eigenen Haus von diffusem Terror bedroht, bleibt nur die Selbstjustiz, für die der Film beständig Rechtfertigungen sucht.

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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I like that comment "Denzel Washington redet einfach zu viel"! Das bringt das Problem mit diesem Schauspieler auf einen Punkt. Die Filme, die er macht, hören sich spannend an, sind aber stinklangweilig und viel zu lang und außerdem redet der Denzel die ganze Zeit. Ich habe den Film gesehen mit dem Zug, der sich selbstständig macht (gähnend langweilig), mit dem Piloten, der alkoholisiert fliegt (nach dem Film haben wir uns dumm angeschaut und uns gefragt, wer die blöde Idee hatte, in diesen Film zu gehen). Diesen Film werde ich mir NICHT anschauen, der wirkt schon so holzschnitzartig, dass mir der Trailer reicht. Außerdem finde ich blöd, dass Denzel Washington als privelegierter Mensch das Rassissmusproblem immer unter den Teppich kehrt, nach dem Motto: Leute werden immer und überall benachteiligt, da braucht sich keiner so anzustellen..
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