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Disconnect

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Drei parallel erzählte Geschichten erkunden in dem Mix aus Drama und Krimi die dunkle Seite des Internets.

Jetzt im Kino: Trip in die Abgründe des World Wide Web - "Disconnect"

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Jetzt im Kino: Trip in die Abgründe des World Wide Web - "Disconnect" --

02:20 min

USA

Regie: Henry Alex Rubin
Mit: Jason Bateman, Hope Davis, Frank Grillo

- ab 12 Jahren

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15.01.2014
  • von Klaus-Peter Eichele

Ein Segen für die Menschheit sollte es sein, doch oft wird das Internet zum Fluch. Neben den Schnüfflern von der NSA und anderen Geheimdiensten tummeln sich dort jede Menge Bauernfänger; es lauern Gefahren, die Existenzen zerstören können. Das Spielfilm-Debüt des gelernten Dokumentarfilmers Henry Alex Rubin („Murderball“) versammelt in loser Verknüpfung drei solcher Geschichten.

Zwei Halbwüchsige verleiten ihren sensiblen Mitschüler mit einem fiesen Trick dazu, ein intimes Foto zu posten und machen ihn dadurch zum Gespött der Schule. Eine ehrgeizige TV-Journalistin dreht eine Reportage über einen minderjährigen Porno-Chatter und bringt den jungen Mann wie auch sich selbst dadurch in größte Schwierigkeiten. Ein Ehepaar verliert sein Hab und Gut, weil den allzu sorglos Surfenden alle persönlichen Daten abgeluchst wurden. Anfangs erinnert der Film ein bisschen an Aufklärungsclips à la „Vorsicht Falle“, die mit erhobenem Zeigefinger vor betrügerischen Machenschaften warnen. Nach und nach gewinnen aber zumindest einige der Figuren kinogerechte Charaktertiefe. Das Internet, so die Botschaft, ist aber nur der Katalysator ihrer Miseren. Eigentliche Ursache ist die Unfähigkeit zur Kommunikation von Angesicht zu Angesicht.

In der zweiten Hälfte werden die Episoden dann in packender Engführung Thriller-artig zugespitzt – und einige der Konflikte lustigerweise ganz analog mit Fäusten, Knüppeln und Knarren bewältigt. In den (Familien-)dramatischen Passagen verfällt der Film dagegen oft ins Schablonenhafte, am Ende gar ins Süßliche. Das „Short Cuts“ des digitalen Zeitalters ist er deswegen trotz ordentlichen Unterhaltungswerts leider nicht.

Die Fallstricke des World-Wide-Webs, zum soliden Thriller-Drama verknotet.

Spielplan

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15.01.2014, 12:00 Uhr | geändert: 13.02.2014, 12:00 Uhr

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Ein deutscher Film ohne Schweiger und Töchter! Und auch kein Didi, der mit 90 Marathon läuft oder als Alzheimerkranker spaßige Roadmovies macht. Nie lagen Kritikermeinungen und Usermeinungen so weit auseinander: Meiner Meinung nach ist es einer der besten deutschen Filme der letzten Jahre. Ich mag Karoline Herfurth sehr gerne und halte sie darstellerisch wie menschlich für eine der erfreulichsten Gestalten des deutschen Kinos, daher finde ich es auch interessant, wie eine Regiearbeit von ihr ausfällt; des weiteren find ich auch Nora Tschirner echt Klasse und feiere den Film schon alleine für ihre FIgur ab die als liebenswerte Mitbewohnerin ihrer Freundin mit Herz und Witz zur Seite steht. Ansonsten macht Herfurth hier auch sehr viel richtig: sie macht einen kleinen, gefühlvollen Film, der eben einfach nur eine einfache RomCom darstellt, auf diesem genannten Sektor aber alle Ansprüche erfüllt: es ist witzig, aber nie zu albern, wenn es mal traurig wird, ist das auch emotional. 
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