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Zwischen Ratlosigkeit und Resignation
Olympia 2024: Für Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (li.) und DOSB-Präsident Alfons Hörmann eine Sackgasse. Foto: dpa
Der deutsche Sport macht sich daran, das Abstimmungsdebakel von Hamburg aufzuarbeiten

Zwischen Ratlosigkeit und Resignation

Wie geht's weiter im deutschen Sport? Was ist aus dem Fall Hamburg zu lernen? Und wer hat Schuld? Am Tag nach dem Nein zu Olympischen Spielen in Deutschland sind das Entsetzen und die Ratlosigkeit groß.

01.12.2015
  • DPA

Hamburg. Nach dem sportpolitischen Beben hat die Aufarbeitung der gescheiterten Olympia-Bewerbung begonnen. Einigkeit herrschte bei den Spitzen von Sport und Politik, dass die Chancen auf Olympia in Deutschland wohl auf Jahrzehnte gegen null gehen. Welche Folgen das Nein der Hamburger mit 51,6 Prozent Stimmenmehrheit zu Sommerspielen 2024 beispielsweise für den Leistungssport hat, ist noch nicht abzusehen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nahm das Votum "mit Bedauern zur Kenntnis", wie eine Sprecherin sagte. Aber die Kanzlerin erkenne selbstverständlich den Volkswillen an. Und ein Sprecher des Innenministeriums sagte, Ressortchef Thomas de Maizière (CDU) respektiere das Nein: "Sicher werden künftige Bewerbungen durch ein solches Votum wohl nicht einfacher."

Die Spitzenfunktionäre des deutschen Sports suchten am Tag nach dem Desaster händeringend nach Erklärungen, die Entscheidung hatte sie kalt erwischt. Man müsse analysieren, was die Gründe waren "und dann müssen wir auch die Konsequenzen daraus ziehen und müssen den Sport für alle - aber auch den Spitzensport - weiter fördern", sagte Michael Vesper, Vorstand im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).

Auf der Mitgliederversammlung am Samstag in Hannover sollen nun die Folgen diskutiert werden, kündigte DOSB-Präsident Alfons Hörmann an. Olympia sollte den deutschen Spitzensport beflügeln, diese Chance sei für lange passé. Plan B gebe es nicht. "Wir waren auf dieses Szenario nicht vorbereitet." Erst die Pleite in München mit der Ablehnung von Winterspielen 2022, zwei Jahre später nun der Reinfall mit Hamburg. Olympische Spiele in Deutschland werden "für eine Generation lang kein Thema mehr sein", sagte der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), Clemens Prokop. Und der Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes, Thomas Krohne, sagte drastisch: "Das ist ein Dolchstoß für die Entwicklung des Hochleistungs- und Breitensports unterhalb des Fußballs in Deutschland."

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01.12.2015, 08:30 Uhr
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