Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Unterhaltung

Zwischen Nostalgie und neuem Zeitgeist

Vor 25 Jahren startete im US-Fernsehen die Kultserie „Friends“.

21.09.2019

Von DPA

Berühmtestes Gesicht der Serie „Friends“: Jennifer Aniston. Foto: Francois Mori/dpa

New York. Die Fernseh-Geschichte schrieb den 22. September 1994: Die Tür des New Yorker Cafés „Central Perk“ ging auf, und herein kam eine junge Frau im Brautkleid, etwas verloren und hilfesuchend. Sie setzte sich zu fünf anderen jungen Leuten auf ein orangefarbenes Sofa – und das Schicksal nahm seinen Lauf.

Vor einem Vierteljahrhundert startete in den USA die Serie „Friends“ um Ross und Rachel (die im Brautkleid), Chandler und Monica, Joey und Phoebe. Zwei Jahre später kamen die „Freunde“ auch nach Deutschland. Die Darsteller wurden schließlich zu hochbezahlten Hollywood-Stars – allen voran Jennifer Aniston. Bis 2004 lief die Serie, zum Schluss sollen die sechs Hauptdarsteller eine Million US-Dollar pro Folge bekommen haben.

Die Serie ist auch heute, in Zeiten des Serien-Booms, noch Kult, zumindest bei Menschen Mitte 30 und aufwärts. Nachfolge-Formate wie „How I Met Your Mother“ oder „Big Bang Theory“ kopierten das Thema Freunde als Ersatzfamilie ebenso erfolgreich. „Das zeigt, wie zeitlos dieses Konzept ist“, sagt Ronny Behrens vom Lehrstuhl für Marketing und Medien der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

„Friends“ war ein wichtiger Einfluss auf das heutige Quality TV“, sagt auch die Hamburger Medienwissenschaftlerin Joan Kristin Bleicher: komplexe Figuren, staffelübergreifende Erzählstränge, pointierte Dialoge. Die Serie habe mit ihrer humorvollen Realitätsnähe das Lebensgefühl junger Menschen in der Großstadt getroffen und abgebildet.

Hochkarätige Gastauftritte

Unvergessen Phoebes (Lisa Kudrow) Ode an die stinkende Katze („Smelly Cat“) oder Joeys (Matt LeBlanc) Kopf im Truthahn-Hintern. Und dann war da ja noch die bis heute womöglich größte und umstrittenste Frage der Seriengeschichte: Hatten Ross (David Schwimmer) und Rachel (Aniston) nun eine Beziehungspause oder nicht, als er mit Chloe ins Bett ging? Dazu unzählige hochkarätige Gastauftritte von Stars wie Brad Pitt, Alec Baldwin und Danny DeVito.

Zehn Staffeln lang ging das so – bis zum großen Ross-und-Rachel-Happy End und der erlösenden Antwort: „Ja, sie hat‘s geschafft“. Der Original-Satz „I got off the plane“ ist seither zu einer Art Synonym für ein glückliches Serienende geworden.

Seit 2018 ist die 90er-Jahre-Serie bei Netflix zu sehen. Allerdings mischen sich in den Nostalgie-Jubel auch kritische Stimmen. Die Serie löse „rückblickend zwar nostalgische Gefühle aus“, sagt Bleicher. Das aktuelle Lebensgefühl treffe sie aber nicht mehr. „Besonders die queere Community kann mit einigen schwulenfeindlich wirkenden Äußerungen nichts mehr anfangen.“ dpa

Die Perücken zeigen die Frisuren, die Serienfigur „Rachel“ (gespielt von Jennifer Aniston) im Lauf der Serie getragen hat. Foto: Angela Weiss/afp

Die „Friends“-Darsteller (von links) bei einer Emmy-Verleihung: David Schwimmer, Lisa Kudrow, Mathew Perry, Courtney Cox Arquette, Jennifer Aniston und Matt LeBlanc. Foto: Lee Celano/epa afp/dpa

Zum Artikel

Erstellt:
21. September 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
21. September 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. September 2019, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+