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Zwischen Carpe Diem und Heulerei
Foto: Cover: Schwoißfuaß-Label
Schwabenrock

Zwischen Carpe Diem und Heulerei

Abschied von Grachmusikoff. Zur letzten Tour gibt es jetzt noch ein letztes Album: „Im Hause Sonnenschein“.

07.09.2017
  • Claudia Reicherter

Ammerbuch. Sie sind so etwas wie das immaterielle Weltkulturerbe der Schwaben – die Bands Grachmusikoff und Schwoißfuaß. Zumindest den zwischen 1950 und 1980 Geborenen ist das musikalische Vermächtnis der Bad Schussenrieder Brüder Georg und Alex Köberlein ein integraler Bestandteil ihrer Jugend. Es soll aber durchaus auch noch jüngere Fans der 1978 beziehungsweise 1979 in Tübingen gegründeten Dialekt-Rock-Formationen geben – dank „Bin ich selbr Rastaman?“ auch in der Dancehall-Szene. Mit Schwoißfuaß war schon 1986 Schluss. Jetzt naht auch das Ende von Grachmusikoff.

Wie im Herbst 2016 angekündigt, sind die Zwillinge, beide mittlerweile 65, mit ihrem durch Hansi Fink komplettierten Trio ebenso wie mit der fünfköpfigen Band derzeit auf Abschiedstour. Trotz „teils dramatisch-emotionaler Publikumsreaktionen“ bleibe es dabei: „Am 28. Dezember ist Schluss, in dieser Hinsicht sind wir stur“, teilt der in Ammerbuch-Pfäffingen lebende Alex Köberlein mit. Durch „die vielen und vollen Konzerte“ derzeit spüre er, „wie es uns in die Knochen geht“.

Immerhin: Ein paar Live-Auftritte stehen noch an. Und Grachmusikoff hinterlassen ihren Fans mit „Im Hause Sonnenschein“ auch noch ein letztes Album, erschienen auf dem Schwoißfuaß-Label, vertrieben von „Mäule & Gosch“, erhältlich über www.grachmusikoff.de

Die 14 Stücke bieten alles, was sich der eingefleischte Grachmusikoff-Fan wünscht: Heiteres neben Tiefgründigem, keineswegs überladene, aber durchaus vielfältige Musik zwischen Volksweise, Blasmusik, Liedermaching und Balkanbeats. Los geht's mit der titelgebenden Geschichte von „Hippies em Rollator“ bei gleichzeitiger Aufforderung zum Carpe Diem. „Got Love“ mit Bassist Paul Harriman am Mikro und Alex Köberlein als „Stimme Gottes“ ist ein lebhafter irischer Reel, „Dr Musikzauberer“ eine Canzone d'Amore der etwas anderen, nachdenklichen Art, und das finale „Dr alde Ochs“ erinnert glatt an Klaus Doldinger. Dazwischen geht es um Krishna, Schopenhauer, Villon. Es gibt eine Rastafari-Parodie und den Grachmusikoff-typischen Fake-Russki-Akzent. Dazu unübersetzbare Dialektsätze wie „ond no kommsch wieder a ond heilasch en me nei“. So schön. Zum Heulen.

Einige der anstehenden Konzerttermine

Am Samstag spielt das Grachmusikoff Trio in Geislingen-Eybach; am 14.9. die komplette Band auf Schloss Ebersberg; am 23.9. in Nürtingen; 7.10. Wendlingen; 8.11. Bad Saulgau; 24./25.11. Meidelstetten; 26.-28.12. Tübingen.

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07.09.2017, 06:00 Uhr
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