Konjunktur

Zwischen Aufbruch und Angst

Im Südwesten lässt die Industrie die Corona-Krise hinter sich, Gastronomie und Handel leiden weiter.

18.05.2021

Von dpa

Stuttgart. Nach mehr als einem Jahr Corona-Pandemie zeigt sich die Wirtschaft im Südwesten laut einer aktuellen Konjunkturumfrage des Industrie- und Handelskammertages (BWIHK) tief gespalten. Insgesamt sieht die Lage zwar besser aus als zu Jahresbeginn. Das liege allerdings vor allem an der exportorientierten Industrie, die sich einmal mehr als Zugpferd erweise und andere Bereiche wie etwa den Großhandel, den Güterverkehr oder bestimmte Dienstleister mitziehe, sagte BWIHK-Präsident Wolfgang Grenke. In Einzelhandel, Gastgewerbe und Freizeitbranche hingegen gehe die Existenzangst um: „Die Lage bleibt für diese Betriebe prekär, nicht wenige stehen vor dem Aus.“

Gelitten hat laut Umfrage vor allem das Gastgewerbe. 95 Prozent der Unternehmen gaben eine schlechte Geschäftslage zu Protokoll. Nur 1 Prozent ging es gut. Im Einzelhandel bewerteten knapp 42 Prozent die Lage als schlecht, immerhin rund 24 Prozent aber auch als gut.

In der Industrie läuft es derzeit schon in knapp 44 Prozent der Unternehmen gut. Nur 15 Prozent bewerteten die Lage im April als schlecht. In der Baubranche meldeten in der Umfrage sogar gut 56 Prozent gute Geschäfte, nur für knapp sechs Prozent liefen sie schlecht. Und auch für die kommenden Monate herrscht vielerorts Zuversicht.

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Erstellt:
18. Mai 2021, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
18. Mai 2021, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 18. Mai 2021, 06:00 Uhr

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