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Weilheim

Zwiespältigkeiten

Soll die Stadt zum Ballungszentrum für KI-Forschung werden? Ministerin Theresia Bauer diskutierte mit den Tübinger Grünen („Wenn nicht hier, dann woanders“, 7. März). Dazu gab es einen Leserbrief der Tübinger Linken-Stadträtin Gitta Rosenkranz (11. März).

13.03.2019

Von Ulrike Baumgärtner, TübingenWeilheim

Liebe Gitta,

warst du auch bei der Veranstaltung? Oder beruhen deine Einschätzungen eher auf Erzählungen Dritter? Meine Berufsbezeichnung zumindest hast du blind vom TAGBLATT-Bericht übernommen. Dort wurde ich fälschlicherweise als „Ethikbeauftragte der Hochschule Reutlingen“ betitelt. Das ist allerdings mein Chef. Ich selbst bin Referentin für Ethik und nachhaltige Entwicklung. Blöd, wenn man sich nur auf Sekundärquellen bezieht.

Richtig ist, dass ich mich als Moderatorin nicht in die inhaltliche Diskussion eingemischt habe. So verstehe ich diese Aufgabe. Ich habe aber auch das Konzept für die Veranstaltung erstellt. Wie kam es also zur Auswahl der Podiumsteilnehmer/innen? Wir wollten die derzeitige moralische Einteilung in der öffentlichen Diskussion zwischen böser KI-Forschung und guten Ethik-Kommissionen, zwischen bösen Unternehmen und guter Zivilgesellschaft aufbrechen. Denn alles ist miteinander verwoben. Alle Teilnehmenden haben ihre jeweiligen Dilemma-Situationen dargestellt: Standortstärkung vs. Wachstumsfragen; Freiheit der Forschung vs. Grenzen der Anwendungen; Baugrund für Amazon vs. Aufgabe des bereits starken KI-Standorts. Alle Positionen lassen sich jeweils auf moralische Grundhaltungen zurückführen. Alle Positionen können aber nicht gleichzeitig erreicht werden. Uns ging es darum, diese Zwiespältigkeiten für alle Beteiligten deutlich zu machen. Uns ging es um eine ethische Reflexion.

Schade Gitta, aber dein Beitrag zur Debatte war nur polemischer Wahlkampf.

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Erstellt:
13. März 2019, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
13. März 2019, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. März 2019, 01:00 Uhr

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