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München

Zweites Kind oft Grund für Ehe-Aus Wiener Anwältin über Scheidungs-Anlässe

Mit dem zweiten Kind tritt in der Ehe oft der "permanente Ausnahmezustand" ein. Der endet häufig in der Trennung, meint eine Wiener Anwältin.

15.02.2016
  • KNA

München. Ehen scheitern der Wiener Scheidungsanwältin Helene Klaar zufolge auch wegen der 40-Stunden-Woche - und häufig dann, wenn das zweite Kind da ist. "Ich bin überzeugt, dass die 40- Stunden-Woche viel dazu beiträgt, dass die Menschen unzufrieden sind", sagte Klaar im Interview des "Süddeutsche Zeitung Magazins" in München. "Man kann nicht 40 Stunden arbeiten und daneben einen Haushalt führen und die Kinder unterhalten." Wenn Mann und Frau unzufrieden seien, dächten sie, mit einem anderen Partner ginge es besser. "In Wirklichkeit ist es die 40-Stunden-Woche."

Der häufigste Scheidungsgrund sei das zweite Kind, denn dann trete der "permanente Ausnahmezustand" ein, so die 67-Jährige, die mit ihrem Mann zwei Kinder hat. Zu den gegenseitigen Anschuldigungen der Eheleute gehöre: "Kein Sex am Nachmittag. Kein ungestörtes Essen mehr. Keine Gespräche mehr über Literatur und Theater." Sie selber habe mit ihrem Mann nie das pure Glück erwartet: "Wir haben nicht an die Fernsehwerbung geglaubt, die einem vormacht, wenn man den Kindern nur die richtige Windel umschnallt, tanzen sie Cancan, schreien nie, und man kann wunderbar kochen und hübsch sein und aufregenden Sex haben."

Der Grund für Scheidungen von kinderlosen Paaren sei oft der, dass einer der Partner keinen Nachwuchs wolle, sagte Klaar. Bei manchen Paaren wiederum, deren Kinder seit Jahren aus dem Haus seien, sei die Ehe "schon lange nicht mehr gut" gewesen. Die Partner fürchteten sich davor, "zusammen allein zu sein". Bei Scheidungen seien oft die Frauen die Leidtragenden. "Für Frauen ist die Scheidung meistens ein existenzielles Problem, für einen Mann ein finanzielles."

Klaar empfiehlt mehr Gelassenheit. "Ich bekenne mich dazu, nicht der Meinung zu sein, dass nur eine Ehe erhaltenswert ist, die perfekt ist. Ich wehre mehr Scheidungen ab, als ich aktiv betreibe." Und überhaupt: "Ich sage immer, das Gesetz regelt die Ehe, und da steht von der Liebe kein Wort." Nur weil man sich liebe, müsse man nicht heiraten. Wenn man eine Ehe eingehe, erwarte man aber eine "rechtliche Bindungswirkung". Von Eheverträgen rate sie ab. Was für die Ehe spreche? "Der Wunsch, den Widrigkeiten des Lebens zu zweit zu begegnen, einen Menschen zu haben, der zu einem hält und einen nie verlässt."

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15.02.2016, 08:30 Uhr
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