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Ökostrom vom Flughafen Stuttgart

Zweite Solaranlage neben Start- und Landebahn

Der Flughafen Stuttgart hat am östlichen Ende neben der Start- und Landebahn eine neue Solaranlage in Betrieb genommen. 2208 Siliziumelemente erzeugen pro Jahr rund 540 000 Kilowattstunden Strom.

23.08.2011

Von ELKE HAUPTMANN

Stuttgart Auf dem Dach des Bosch-Parkhauses über der Autobahn gibt es bereits eine Solaranlage. Mit den insgesamt 10 000 Quadratmetern Fotovoltaik auf dem Gelände könnte der Flughafen umgerechnet 400 Haushalte versorgen.

"Wir engagieren uns weiter für erneuerbare Energien", sagt Geschäftsführer Walter Schoefer. "Es ist unser Ziel, klimarelevante Emissionen aus unserem Betrieb auf das Mindestmaß zu reduzieren und alternative Formen der Energiegewinnung zu fördern." Zwar hat der Flughafen derzeit keine neuen Pläne für Solaranlagen, aber nach Auskunft eines Sprechers "prüfen wir immer wieder neue Möglichkeiten".

Allerdings seien die Kapazitäten für weitere Solaranlagen begrenzt. Die deutlich größere Anlage auf dem Bosch-Parkhaus produziert 870 000 Kilowattstunden Strom. Damit will der Flughafen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Würde ein Kohlekraftwerk die gleiche Menge Energie erzeugen, entstünden dabei mehr als 788 Tonnen Kohlendioxid. 5,4 Millionen Euro hat die Flughafengesellschaft in den Bau der beiden Solarstromkraftwerke investiert. Zugleich spart der Flughafen mit Solarstrom aber bares Geld.

Um den immensen Ausstoß von Kohlendioxid, den Flüge verursachen, zumindest ein Stück weit zu kompensieren, arbeitet der Flughafen an einem umfassenden Konzept für den Umweltschutz. Das Ziel: Bis zum Jahr 2020 will der Airport insgesamt 20 Prozent der Kohlendioxidemissionen einsparen - vor allem beim Heizen will man deutlich weniger Schadstoff-Ausstoß verursachen. Im August ist der Spatenstich für das neue Blockheizkraftwerk geplant, das die alte Anlage, das Heizkraftwerk Nord, ersetzen soll. "Die neue Anlage wird auf dem modernsten Stand der Technik sein und deutlich effizienter arbeiten", sagt Sprecherin Beate Schleicher über das Großprojekt. Das neue Heizkraftwerk soll bis spätestens Mitte des Jahres 2013 fertig werden. Die moderne Anlage soll bis zu 80 Prozent weniger Kohlendioxid produzieren als das alte Kraftwerk an der Pforte West des Flughafens.

Ende Juni ging die 3300 Quadratmeter große Solaranlage am östlichen Ende des Flughafengeländes neben der Start- und Landebahn ans Netz. Die 2208 Siliziummodule erzeugen rund 540 000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Foto: Archiv

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Erstellt:
23. August 2011, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
23. August 2011, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 23. August 2011, 12:00 Uhr

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