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Zwei konträre Meisterwerke
Sarah Christian Foto: Label Note 1
Klassisch

Zwei konträre Meisterwerke

„Gegenwelten“ heißt die starke Debüt-CD von Sarah Christian, der frisch gekürten Gewinnerin des ARD-Wettbewerbs.

18.09.2017
  • BURKHARD SCHÄFER

Am 6. September heimste die 1990 in Augsburg geborene Geigerin zusammen mit dem Italiener Andrea Obiso im Münchner Herkulessaal den zweiten Preis im Fach Violine ein (ein erster Preis wurde nicht vergeben). Darüber hinaus gewann sie den begehrten Publikumspreis. Wochen vorher schon hatte Sarah Christian ihre CD beim Leipziger Label Genuin (Vertrieb: Note 1) vorgelegt. Darauf zu hören sind die erste Violinsonate in f-Moll von Sergei Prokofjew sowie Franz Schuberts Fantasie für Violine und Klavier in C-Dur. Christian und ihrer aus Armenien stammenden Klavierpartnerin Lilit Grigoryan gelingen zwei ebenso hoch dramatische wie intensive und verinnerlichte Interpretationen der Werke, die konträrer kaum sein könnten. Ein fulminanter Auftakt!

Frau Christian, warum heißt Ihre CD „Gegenwelten“? Was möchten Sie damit zum Ausdruck bringen?

Bei beiden Stücken habe ich das Gefühl, einen ganzen Kosmos zu durchleben, wenn ich sie aufführe. Die Sphären, aus denen die beiden Stücke stammen, sind völlig unterschiedlich und hinterlassen trotzdem ein Gefühl, das man mit einer Reise vergleichen kann, die einmal um den gesamten Erdball herum führt. Das Bild war für mich: Zwei parallele Welten, in sich geschlossen, mit fast konträren Inhalten: Gegenwelten.

Was bedeutet Ihnen die Musik von Sergei Prokofjew, speziell seine erste Violinsonate?

Ich liebe Prokofjews Musik, sie ist so farbenreich, so phantasievoll. Ich fühle mich dabei immer an Märchen und Ballett erinnert. Die f-Moll-Sonate hat der Komponist während des Zweiten Weltkrieges geschrieben, das hört man auch sehr deutlich. Das Dunkle, Kräftige, fast Gewaltsame packt einen von der ersten Note an. Den Spannungsbogen zu halten und sich immer wieder emotional darauf einzulassen, ist faszinierend, ja fast süchtig machend, verlangt einem gleichzeitig aber sehr viel Energie ab.

Wie haben Sie sich dagegen Schubert und seiner Musik angenähert?

Die Schubert-Fantasie habe ich zum ersten Mal vor ein paar Jahren gespielt. Ich hatte schon vorher sehr viel Respekt vor dem Stück, weil ich in meinem inneren Ohr immer genau gehört habe, wie es für mich klingen soll. Und dann ist es besonders schwierig loszulassen und nicht verkrampft an einer perfekten Version festzuhalten. Diese großartige Fantasie ist für mich einer der Gründe, warum ich Geige spielen will. Burkhard Schäfer

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18.09.2017, 06:00 Uhr
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