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Zwei auf dem „Todesberg“
Frank-Walter Steinmeier und Emmanuel Macron. Foto: dpa
Weltkrieg

Zwei auf dem „Todesberg“

Frank-Walter Steinmeier und Emmanuel Macron weihen deutsch-französische Gedenkstätte im Elsass ein.

11.11.2017
  • PETER HEUSCH

Colmar. Es sind lange Minuten, die Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Frankreichs Staatsoberhaupt Emmanuel Macron gestern Nachmittag Seite an Seite und schweigend in der unterirdischen Krypta auf dem Hartmannsweilerkopf unweit des elsässischen Colmars verharren. Dort ruhen die Gebeine von mehr als 12 000 auf diesem Berg gefallenen Soldaten beider Nationen. Jeder Quadratmeter Boden ist hier, wo die beiden Staatsoberhäupter kurz darauf zur feierlichen Einweihung der ersten und einzigen deutsch-französischen Gedenkstätte des Ersten Weltkriegs schreiten, von Blut getränkt.

„Menschenfresser“ oder „Todesberg“ haben die Elsässer den 956 Meter hohen, zwischen 1914 und 1916 erbittert umkämpften Vogesengipfel getauft. Wie kaum ein anderer Ort symbolisiere der Hartmannsweilerkopf „den Irrsinn des Krieges“, hob Steinmeier hervor: „Doch wir wissen, dass es nicht dieser Berg der Menschenfresser war, sondern der Nationalismus.“ Macron seinerseits betonte, dass „Europa es geschafft hat, den Krieg zu besiegen“. Insbesondere die Aussöhnung zwischen den beiden Erbfeinden Deutschland und Frankreich sei eine Botschaft für alle, an Europa und an die Zukunft Europas zu glauben: eine Zukunft, für welche die Franzosen und Deutsche gerade im Gedenken an ihre gemeinsame Geschichte eine besondere Verantwortung trügen.

Die offizielle Eröffnung des „Historial“, das aus einem Museum und einem animierten Lehrpfad besteht, ist gleichzeitig die Umwidmung der nationalen in eine binationale Gedenkstätte. Finanziert wurde das insgesamt 4,7 Millionen Euro teure Projekt mit Geld aus Frankreich und Deutschland, Zuschüssen der EU sowie aus privaten Spenden. Im Eingangsbereich der Krypta werden nun auch die deutschen Regimenter genannt werden, die auf dem „Todesberg“ gekämpft haben. Bisher waren dort nur die Namen der beteiligten französischen Einheiten zu lesen. Peter Heusch

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11.11.2017, 06:00 Uhr
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