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Industriefotografie als große Kunst

Zum Tod von Hilla Becher

Bernd und Hilla Becher begründeten die "Düsseldorfer Fotoschule". Nun starb Hilla Becher mit 81 Jahren in Düsseldorf, acht Jahre nach ihrem Mann.

14.10.2015
  • DPA

Düsseldorf Bis heute werden Bernd und Hilla Becher in einem Atemzug genannt. Hunderte Hochöfen, Wasser-, Förder- und Kühltürme, Silos und Fabrikhallen in Europa und den USA fotografierte das Paar gemeinsam über Jahrzehnte. Die Bechers begründeten die "Düsseldorfer Fotoschule", aus der heute weltberühmte Fotokünstler wie Andreas Gursky, Thomas Ruff, Thomas Struth und Candida Höfer hervorgingen. Am Samstag starb Hilla Becher 81-jährig in Düsseldorf, acht Jahre nach ihrem Mann. Hilla Becher hatte das gemeinsame fotografische Werk fortgeführt, das heute - so der Verlag Schirmer/Mosel - "ein unverzichtbarer Bestandteil der jüngeren Kunstgeschichte" sei.

Naturwissenschaftlern im 19. Jahrhundert gleich sammelten die Bechers Aufnahmen und erstellten Typologien architektonischer Industrie-Dinosaurier. Menschenleer und sachlich sind die Schwarz-Weiß-Serien, mit denen das Ehepaar weltberühmt wurde. Distanz und Kühle sind dabei prägende Stilmittel. Gemeinsam hatte es von den späten 50er Jahren an ein einzigartiges fotografisches Werk entwickelt, das trotz der konservativen Haltung und des monolithischen Charakters heute zur modernen Kunst zählt.

Gemeinsam nahmen die Bechers auch viele Preise entgegen, vom Goldenen Löwen der Biennale in Venedig zum Goslarer Kaiserring. 2014 wurde die am 2. September 1934 in Potsdam geborene Grande Dame der Fotografie, die schon mit 13 Jahren fotografiert hatte und Anfang der 50er Jahre im renommierten Potsdamer Atelier Walter Eichgrün ausgebildet worden war, noch mit dem hoch dotierten Großen Rheinischen Kulturpreis ausgezeichnet. "Es ist klar, ich habe den Preis auch deshalb bekommen, weil ich übriggeblieben bin", sagte Hilla Becher bei der Preisverleihung in Düsseldorf mit ihrem unvergleichlich trockenen Humor. Und dann grüßte sie ihren Bernd - "wo immer er ist, oben oder unten".

Zum Tod von Hilla Becher
Hilla Becher 2003 in Düsseldorf, wo sie ihre Arbeiten "Kühltürme" vorstellte. Foto: Barbara Sax/ dpa

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14.10.2015, 12:00 Uhr
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