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Hitzefrei gibt‘s nicht

Zum Lernen in den Keller gehen

In Tübingens Schulen stehen Lesenachmittage und Unterricht im Untergeschoss an.

25.06.2019

Von Lorenzo Zimmer

Archivbild: Ulrich Metz

Schülerinnen und Schüler in Tübingen können in den nächsten Tagen nicht damit rechnen, wegen der steigenden Temperaturen früher nach Hause zu dürfen. Auf TAGBLATT-Nachfrage erklärte Gabi von Kutzschenbach, geschäftsführende Schulleiterin der Grundschulen: „Die Verwaltungsvorschrift zum Thema hitzefrei gibt es nicht mehr.“ So sei es früher üblich gewesen, dass die geschäftsführenden Schulleiter für ihre jeweilige Schulart die Entscheidung trafen, die Schüler früher nach Hause zu schicken: „Wenn ab 12 Uhr Betreuung ansteht, hätten wir in der Stadt schnell berechtigten Ärger, wenn wir die Kinder unbeaufsichtigt ziehen lassen.“

An einzelnen Schulen sei es grundsätzlich denkbar, „die Kinder bei 35 Grad früher nach Hause zu schicken“, so von Kutzschenbach. Dies entscheide aber immer der Lehrer in Absprache mit seiner Schulleitung – und in enger Kommunikation mit den Eltern: „Das sind aber sicher Einzelfälle, in denen das möglich ist.“ Stattdessen sei kreativer Unterricht gefragt – und gerade an Grundschulen gut umsetzbar: „Die Kinder haben Badehose und Handtuch dabei, und dann gibt es mit dem Schlauch oder der Gießkanne eine kleine Abkühlung.“ Alternativ suchen die Lehrer ein schattiges Plätzchen in einem Park: „So ein Lesenachmittag mit der ganzen Klasse hat auch etwas“, so von Kutzschenbach.

Und auch an den weiterführenden Schulen wird es aller Voraussicht nach kein hitzefrei geben: „Vielleicht gibt es mal früher Schluss, aber das wird nicht mehr landes- oder stadtweit entschieden, sondern hängt von den jeweiligen Bedingungen der Schule ab“, so Christoph Schnittert, Schulleiter der Geschwister-Scholl-Gemeinschaftsschule. Ein „etwas lockerer Unterricht“ mit der ausdrücklichen Erlaubnis, viel zu trinken, sei da angebracht. So sieht es auch Ulrike Schönthal, Rektorin des Kepler-Gymnasiums: „Wenn es zu heiß ist, schaut man eben mal im Keller, ob da nicht noch ein kühleres Plätzchen frei ist.“

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Erstellt:
25. Juni 2019, 18:00 Uhr
Aktualisiert:
25. Juni 2019, 18:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 25. Juni 2019, 18:00 Uhr

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