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Das tägliche Vollbad hält Pama jung

Zum Geburtstag eine Torte: Wilhelma-Elefantin wurde gestern ein halbes Jahrhundert alt

Innerhalb von wenigen Minuten war die Torte weg: Genüßlich hat die indische Elefantenkuh Pama gestern in der Wilhelma ihren 50. Geburtstag gefeiert.

03.08.2016
  • TILMAN BAUR

Stuttgart. Ein echtes Festmahl war er, der Geburtstagskuchen für die Elefantenkuh Pama. Brot, die Grundlage des Kuchens, gibt es nämlich nur höchst selten für die Dickhäuter: Es schmeckt ihnen zwar gut, ist aber ungesund. Gleiches gilt für die Ananas, die den Jubiläumskuchen zierte. Genüsslich fuhr Pama am Dienstagvormittag ein ums andere Mal ihren Rüssel aus, um die exquisite Mahlzeit innerhalb weniger Minuten zu verspeisen. „Normalerweise gibt's nur Raufutter für sie“, sagte Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin.

Anlass für die Leckerei ist Pamas 50. Geburtstag. Vor einem halben Jahrhundert, im Alter von zwei Jahren, kam sie von Indien nach Stuttgart. In der Wilhelma bestreitet sie seither ihren Alltag als Zooelefant. 70 Jahre alt können Elefanten werden. 50 sei schon eine stolze Marke, findet Kölpin. Auf menschliches Alter übertragen sei sie etwa 65 Jahre alt. „Wir hoffen, dass sie noch einige Jährchen vor sich hat“, so der Direktor.

Momentan sind Pama und Zella die einzigen Elefanten im Stuttgarter Zoo. Zella ist nur ein Jahr jünger, ihren Jubiläumskuchen darf sie im kommenden Jahr verschlingen. Die langfristige Zukunft der beiden ist indes ungewiss.

Denn die Wilhelma plant ein neues Elefantenhaus, wenn der Rosensteintunnel im Jahr 2020 fertig ist. Dort will man eine ganze Herde halten. „Wenn wir etwas Neues machen, dann richtig“, sagte Thomas Kölpin. Vier bis sechs junge Elefantenkühe würden dort Einzug halten sowie ein Zuchtbulle. Ob und wie Pama und Zella als Elefanten-Omas in das Konzept hineinpassen, werde man noch sehen.

Denkbar sei sogar eine Übergangszeit ohne Elefanten, so Kölpin. Das wäre der Fall, wenn Pama und Zella stürben und das neue Elefantenhaus sich noch im Bau befände. Ein Szenario, das kaum vorstellbar ist. Schließlich ist der Elefant sogar das Wappentier des Stuttgarter Zoos. „Elefanten waren die ersten Tiere, als die Wilhelma gegründet wurde“, sagte Kölpin.

Sogar ein afrikanischer Elefant sei einmal darunter gewesen. Und ein Bulle – ausnahmsweise. Denn die männlichen Elefanten sind weitaus kräftiger, temperamentvoller und ungestümer als ihre weiblichen Artgenossen. „Man brauchte viel sicherere und aufwändigere Gehege, um sie dauerhaft zu halten“, sagt Kölpin.

Wie Pamas Alltag im Zoo aussieht, weiß niemand besser als Tierpfleger Volker Harport. Seit 20 Jahren kümmert sich der 42-jährige um die Elefanten. Morgens zwischen halb acht und acht steht die erste Wäsche an. „Wir reinigen sie, machen einen kleinen Gesundheitscheck“, sagt Harport. Nach dem Frühstück – Weizenbrei – geht es ins Gehege. Den Tag verbringt Pama mit Schlamm- und Sonnenbädern. Und mit Fressen: „Wir Pfleger spielen die Entertainer, schaffen Laub, Rinde und Holz aus dem Wald heran“, so Harport.

Gegen 17 Uhr geht's wieder ins Haus. Dann nimmt Pama ein Vollbad und widmet sich ihrer Hauptmahlzeit, einer Mischung aus Grünfutter und Schilfheu, angereichert mit etwas Gemüse.

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03.08.2016, 06:00 Uhr
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