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Zulieferer Leoni um 40 Millionen betrogen

Am Ende fehlten auf den Unternehmenskonten 40 Millionen Euro: Der Zulieferer Leonie wurde offenbar betrogen. Es soll um die „Chef-Masche“ gehen.

17.08.2016
  • DPA

Nürnberg. Der Autozulieferer Leoni ist Opfer eines millionenschweren Betrugs geworden. Der Gesamtschaden belaufe sich auf rund 40 Mio. EUR . Ein Sprecher wollte sich nicht zu Details äußern. Erst am Freitag sei der Betrug erkannt worden. Aus dem Firmenumfeld hieß es, jemand habe sich gegenüber Kollegen als Leoni-Mitarbeiter ausgegeben und behauptet, „besondere Befugnisse zu haben“. So habe er „bestimmte Geschäftsvorgänge vorbereiten“ lassen. Das Besondere sei dabei nicht das Vorgehen der Betrüger an sich, „sondern die Höhe des Schadens“.

Die Auswirkungen auf das Ergebnis kann das Unternehmen derzeit noch nicht abschätzen. Die Liquiditätslage des Konzerns sei jedoch nicht wesentlich beeinträchtigt.

Das Vorgehen der Täter ähnelt dem „Chef-Betrug“ („CEO-Fraud“), mit dem Wirtschaftsbetrüger in den vergangenen Monaten bereits mehrere andere Unternehmen um große Beträge erleichtert hatten. Bei dieser Weiterentwicklung des berüchtigten Enkeltricks meldet sich der vermeintliche Chef oder Finanzchef des Unternehmens – über eine gefälschte E-Mail-Adresse – beim Buchhalter und drängt zur Eile: Für wichtige Transaktionen müsse dringend Geld überwiesen werden. Der Mitarbeiter wird zu „strikter Geheimhaltung“ verpflichtet. Dies und vorbereitete Zahlungsaufträge mit der notwendigen – aber gefälschten – zweiten Unterschrift setzen die Kontrollmechanismen außer Kraft.

Hinter dem Betrug soll ein weltweit operierendes Netzwerk der Organisierten Kriminalität stecken. Das FBI bezifferte den weltweiten Schaden auf umgerechnet 2,8 Mrd. EUR in 100 Staaten. Dem Bundeskriminalamt wurden seit 2013 bundesweit rund 60 Betrugsfälle mit einem Gesamtschaden von 106 Mio. EUR bekannt.

Nach Erkenntnissen der Ermittler sind die Betrüger in diesen Fällen über das betreffende Unternehmen bestens im Bilde und bereiten sich wochenlang vor. Betroffen sind demnach Großkonzerne und Mittelständler. Besonders anfällig seien außerdem patriarchalisch-autoritär geführte Unternehmen, in denen Zweifel und Widerspruch nicht erwünscht sind.

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17.08.2016, 06:00 Uhr
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