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Zu wenig Sonne, zu kleine Körner
Ein Mähdrescher im Einsatz: Die Bauern sind mit dem Ertrag unzufrieden. Foto: dpa
Getreideernte fällt in diesem Jahr geringer aus

Zu wenig Sonne, zu kleine Körner

Die Bauern haben diesmal wenig Glück bei der Getreideernte: Den Feldern fehlte Sonne, die Erträge fallen geringer aus. Wird nun das Brot teurer?

15.08.2016
  • DPA

Berlin. Deutschlands Landwirte fahren derzeit eine deutlich schlechtere Getreideernte ein als im vergangenen Jahr. „Wir sind schon ein bisschen ernüchtert und enttäuscht über das, was wir bisher ernten konnten“, sagte Udo Hemmerling vom Deutschen Bauernverband. Die Mengen beim Getreide seien wegen des schlechten Wetters deutlich geringer als im Vorjahr – je nach Region etwa 10 bis 20 Prozent. Die Sonne habe zu wenig geschienen, vor allem im Süden habe der Regen Schäden angerichtet.

Gerste und Raps seien bereits weitgehend abgeerntet. Beim Weizen stehe jedoch noch einiges auf den Feldern – gut ein Drittel nach seiner Schätzung. „In diesem Jahr sind die Körner einfach kleiner“, sagte Hemmerling. Das wirkt sich auf das Gewicht aus. Man brauche zum Beispiel mehr Körner als sonst, um eine entsprechende Menge Mehl daraus zu bekommen, erklärte Hemmerling als stellvertretender Generalsekretär des Bauernverbands.

Die Verbraucher bekommen von der geringeren Erntemenge nach seiner Einschätzung aber nur wenig mit: Der Großteil des Getreides – etwa 60 bis 70 Prozent – je nach Art werde nämlich als Viehfutter verwendet, erklärte er. Lediglich 30 Prozent würden zu Backwaren verarbeitet, der Rest werde etwa zur Herstellung anderer Produkte wie Stärke genutzt oder gehe zu einem kleinen Teil in Biokraftstoffe.

Im vergangenen Jahr hatten die Landwirte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 48,8 Mio. Tonnen Getreide einschließlich Mais geerntet. Die wichtigste Getreideart ist dabei der Weizen – knapp 26,5 Mio. Tonnen holten die Bauern im vergangenen Jahr ein. Dazu kamen zum Beispiel rund 11,6 Mio. Tonnen Gerste und etwa 3,5 Mio. Tonnen Roggen. Am Freitag zieht der Bauernverband offiziell Bilanz zur neuen Ernte, einen Tag zuvor legen die Bauern in Baden-Württemberg ihre Zahlen vor.

Dauerregen bremst die Bauern an einigen Orten momentan aus. Im Rheinland sei erst gut ein Drittel des Weizens geerntet, erklärte zum Beispiel der Rheinische Landwirtschaftsverband. „Im Vergleich zum vergangenen Jahr sind die Landwirte gleich zwei Mal gestraft: Zum einen mit schlechten Preisen, zum anderen mit schlechten Erträgen.“ Die Landwirte sehnen sich nun nach trockenem, sonnigem Wetter, um das Korn einholen zu können.

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15.08.2016, 06:00 Uhr
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