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Zur Person · Lutz Trümper

Zu konservativ für die SPD

Lutz Trümper ist Magdeburgs Oberbürgermeister und war bis gestern SPD-Mitglied. Für den Flüchtlingskurs seiner Partei ist er dann doch zu konservativ.

15.10.2015
  • HARALD LACHMANN

Der Wahlkampf in Sachsen-Anhalt, wo im März gewählt wird, hat ein erstes prominentes Opfer gefordert. Der sozialdemokratischen Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Magdeburg, Lutz Trümper, hat seine eigene Partei zur Strecke gebracht. Der populäre Rathauschef verließ jene Partei, in die er 1990 eingetreten war. Offiziell wurden keine Gründe genannt, doch es gilt als sicher, dass die Landeschefin und Landtagsspitzenkandidatin der SPD, Katrin Budde, der Grund für den Austritt ist.

Budde hatte versucht, die Union über eine namentliche Abstimmung im Landtag auf die Aufnahme von jährlich 30 000 neuen Asylbewerbern drängen. Dabei hatte Ministerpräsident Reiner Haseloff zuletzt erklärt, das Land könne höchstens 11 000 Flüchtlinge im Jahr bewältigen - und damit auch viel Zustimmung bei Trümper gefunden. Allerdings verbot ihm seine Landeschefin, dies öffentlich zu sagen. Er sei "nicht bereit, sich den Mund verbieten zu lassen", sagte Trümper anschließend und verließ die SPD.

Der 60-Jährige ist ein pragmatischer Macher mit konservativer Erdung bis in die Stammtischszene hinein. Als einziger Oberbürgermeister einer deutschen Großstadt lehnt er es bis heute ab, die Schirmherrschaft über den örtlichen Christopher Street Day zu übernehmen. Auch das aggressive Agieren eines rechten Milieus führen Kritiker auf zu viel Toleranz im Rathaus zurück. Im Sommer 2013 hat sich Trümper sogar fotografieren lassen, als er sich beim Chef der NPD-Jugendorganisation für dessen Hochwasserhilfseinsatz bedankte.

Als Oberbürgermeister machte es ihn jedoch populärer. Erst Trümper machte Magdeburg so zur SPD-Hochburg. Bleibt denn abzuwarten, wie sich sein Rückzug nun auf die Stadtpartei auswirkt.

Zu konservativ für die SPD
Hat persönlich sein Parteibuch zurückgegeben: Der Magdeburger Oberbürgermeister Lutz Trümper. Foto: dpa

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15.10.2015, 12:00 Uhr
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