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Zoomania

Zoomania

In dem Animationsfilm aus dem Hause Disney müssen sich Fuchs und Hase zur Verbrechensbekämpfung zusammenraufen.

Zoomania

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Zootopia
USA 2016

Regie: Byron Howard, Rich Moore


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01.02.2016
  • Dorothee Hermann

Während es in der Menschenwelt knirscht und kriegsmäßig rumpelt, wirbt die neueste Disney-Produktion mit einer verrückten Metropole voller menschelnder Tiere für gegenseitiges Verständnis und Inklusion, sogar bei blutigen Fressfeinden. Und so sieht man mit verblüfftem Kichern immer neue tierische Großstädter/innen über die Leinwand wieseln: von ganz winzig wie Elefantenspitzmaus bis supergroß wie Giraffe, Flusspferd und Elefant. Allein die den tierischen Vorbildern abgeschauten Verhaltensmuster, übertragen auf bestimmte Großstadttypen wie Eisverkäufer, Mafiaboss oder Polizist/in, liefern reihenweise Gags, die den Streifen auch ohne den rasanten, polizeifilmüblichen Verfolgerplot tragen würden.

Die Verheißungen der großen Stadt haben sich bis in die ländliche Idylle herumgesprochen, wo die Hasenfamilie Hopps einen florierenden Karottenanbau betreibt. Doch die ferne Metropole „Zoomania“ ist der Ort, „wo jeder alles sein kann“, ahnt die junge Häsin Judy Hopps. Sie wagt als erste den Absprung aus dem so fruchtbaren wie bodenständigen Familienclan der möhrenraspelnden Langohren - um Polizistin zu werden. So naiv-beflügelt reist sie in die wie eine Fata Morgana am Horizont auftauchende Glitzermetropole, dass sie beim Realitäts-Check erst mal auf die Nase fällt.

Aber Judy hat ja noch eine weitere Aufgabe: Sie dreht die seit Hasengedenken festgeschriebene Rolle um und wird vom Beutetier zur Jägerin. Leider ist Büffel-Polizeichef Bogo gendermäßig noch nicht so weit, was fällige gesellschaftliche Transformationen angeht. Es passt ins Bild, dass nicht der selbstzufriedene Löwenbürgermeister die Toleranz-Message der Stadt verkündet, sondern das Shakira-Songs schmetternde Pop-Idol Gazelle.

Vom steroidgeschwellten Polizeikorps erst einmal im Stich gelassen, muss Judy auf einen Hilfsermittler zurückgreifen, der ihr nicht immer geheuer ist und der ihr die Grenzen der eigenen Toleranz vor Augen führt. Es ist eben nicht so einfach, eingeschliffene Vorurteile hinter sich zu lassen, selbst wenn man so ambitioniert und so offen ist wie die Hasendetektivin.

Das skurrile Plädoyer für Vielfalt und Toleranz bleibt leider nicht immun gegen den Sog einer quasi-rassistischen Massenhysterie. Kleinere Zuschauer, die die politischen Anspielungen noch nicht so wahrnehmen, dürften rundweg begeistert sein.

Kleine Pelzträgerin behauptet sich zwischen übermächtigen Großstadttypen in Tiergestalt.

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01.02.2016, 18:55 Uhr
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