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IWF fordert Zurückhaltung

Zinswende in den USA treibt Schwellenländer in Verschuldung

Der Internationale Währungsfonds sieht mit Sorge der erwarteten Zinswende in den USA entgegen. Der Fonds mahnt zur Vorsicht, um die wirtschaftlichen Risiken für die Schwellenländer zu begrenzen.

08.10.2015
  • DPA

Washington/Lima Der Internationale Währungsfonds zweifelt an der Reife der Weltwirtschaft für eine Zinswende in den USA. "Ich habe heute eine Hauptbotschaft zu verkünden, und die ist, dass die Finanzstabilität weltweit noch nicht gegeben ist, und das Risiko von Rückschritten bleibt", sagte IWF-Finanzchef José Vi·als bei der Vorstellung des Oktober-Berichtes zur Finanzstabilität in der peruanischen Hauptstadt Lima.

Vi·als appellierte an die US-Notenbank, sich bei der geplanten Erhöhung ihres Leitzinses zurückzuhalten. Die Federal Reserve solle mit ihrem ersten Zinsschritt warten, bis sich weitere Zeichen für eine stetige Erhöhung der Inflation sowie eine Fortsetzung der Stärke auf dem Arbeitsmarkt zeigten, sagte der Finanzchef.

Der IWF befürchtet sonst erhebliche Negativ-Auswirkungen auf die Schwellenländer. Diese sind dem Bericht zufolge mit drei Billionen Dollar (etwa 2,66 Billionen EUR) überschuldet. "Die Risiken haben sich in Richtung Schwellenländer verschoben", sagte Vi·als. Fehler in der Zinspolitik könnten zu ausgedehnten Schwierigkeiten führen. Die Fed will ihren seit sechs Jahren historisch niedrigen Leitzins von nahe Null womöglich noch in diesem Jahr leicht anheben.

Vi·als rief die Länder der Eurozone dazu auf, offene Flanken bei den Banken und in den Staatshaushalten zu beseitigen. Die Regierungen der 19 Euro-Staaten könnten sich nicht allein auf die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) verlassen, sondern müssten die europäische Bankenunion vollenden. Damit würde ein sichereres Fundament für Finanzstabilität geschaffen. Alleine die Tilgung fauler Kredite in den Banken der Eurozone könnte das Volumen an neu zu vergebenden Darlehen um 3 Prozent erhöhen - dies würde zu einer zusätzlichen Kreditsumme von 600 Mrd. EUR führen.

Zinswende in den USA treibt Schwellenländer in Verschuldung
Der IWF geht von geringerem Wachstum der Weltwirtschaft aus. Unser Bild zeigt eine Baustelle in der chinesischen Millionenstadt Hefei. Foto: dpa

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08.10.2015, 12:00 Uhr
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