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Tübingen · Demo

Tausende demonstrieren für andere Klima-Politik

In Tübingen kamen am Freitag viele Tausend Menschen zur größten Demonstration seit Jahren zusammen. Sie forderten einen schnellen Wandel der Klima-Politik.

20.09.2019

Von job/loz

Viele Tausend Teilnehmer und Teilnehmerinnen versammelten sich zu einer Kundgebung auf dem Geschwister-Scholl-Platz. Bild: Jonas Bleeser

„Wir sind hier, wir sind laut! Weil ihr uns die Zukunft klaut“ Mit Parolen wie dieser zogen am Freitag viele Tausend Demonstranten durch Tübingen, um für eine schnellere Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstosses zu werben. Aufgerufen hatte die Gruppe „Fridays for Future“, die vor allem aus Schülern und Studierenden besteht. Unterstützt wurden sie von zahlreichen weiteren Organisationen, darunter die „Scientists for Future“, in der sich Wissenschaftler zusammengeschlossen haben, die ebenfalls eine andere Klimapolitik fordern, sowie „Parents for Future“, die für die Zukunft ihrer Kinder kämpfen.

Wie viele Leute die Organisatoren auf die Straße brachten, dazu gab es am Mittag noch keine genauen Zahlen. Fest steht, dass es die größte Demonstration seit Jahren in Tübingen war. Kurz nach 11 Uhr zog sie von den Schulen in der Uhlandstraße über Neckarhalde, Marktplatz und Holzmarkt bis zur Neuen Aula. Auf dem Geschwister-Scholl-Platz war eine erste Zwischenkundgebung: Der Platz war so voll, dass die Teilnehmer noch die Wilhelmstraße Richtung Lustnauer Tor hinauf standen.

Fridays for Future: Tausende fordern in Tübingen mehr Klimaschutz
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#allesfürsklima: Es war eine der größten Demonstrationen der vergangenen Jahre: Rund 9000 Demonstranten folgten dem Aufruf von “Fridays for future” und forderten in Tübingen mehr Klimaschutz. Video: Jonas Bleeser

06:31 min

Dann griff unter anderen auch Christiane Betram, Professorin an der Uni Konstanz, als Vertreterin von „Scientists for Future“ und „Parents for Future“ zum Mikrofon: „Es ist wichtig, dass jeder einzelne von euch hier ist.“ Auf dem Vorplatz wurde die ganze Kreativität der Aktivisten beim Malen von Plakaten deutlich: Sprüche wie „Blaukraut bleibt Blaukraut und Braunkohle bleibt scheiße!“und „Es gibt keinen Plan(et) B!“ waren darauf zu lesen.

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Es war die größte Demonstration in Tübingen seit Jahren: Am Freitag zogen Tausende durch die Stadt und forderten eine bessere Klimaschutz-Politik. Bild: Jonas Bleeser
Es war die größte Demonstration in Tübingen seit Jahren: Am
Freitag forderten Tausende eine bessere Klimaschutz-Politik. Bild: Jonas Bleeser
Es war die größte Demonstration in Tübingen seit Jahren: Am Freitag zogen Tausende durch die Stadt und forderten eine bessere Klimaschutz-Politik. Bild: Jonas Bleeser
Es war die größte Demonstration in Tübingen seit Jahren: Am Freitag zogen Tausende durch die Stadt und forderten eine bessere Klimaschutz-Politik. Bild: Jonas Bleeser
Es war die größte Demonstration in Tübingen seit Jahren: Am Freitag zogen Tausende durch die Stadt und forderten eine bessere Klimaschutz-Politik. Bild: Jonas Bleeser
Es war die größte Demonstration in Tübingen seit Jahren: Am Freitag zogen Tausende durch die Stadt und forderten eine bessere Klimaschutz-Politik. Bild: Jonas Bleeser
Es war die größte Demonstration in Tübingen seit Jahren: Am Freitag zogen Tausende durch die Stadt und forderten eine bessere Klimaschutz-Politik. Bild: Jonas Bleeser
Es war die größte Demonstration in Tübingen seit Jahren: Am Freitag zogen Tausende durch die Stadt und forderten eine bessere Klimaschutz-Politik. Bild: Jonas Bleeser
Es war die größte Demonstration in Tübingen seit Jahren: Am Freitag zogen Tausende durch die Stadt und forderten eine bessere Klimaschutz-Politik. Bild: Jonas Bleeser
Es war die größte Demonstration in Tübingen seit Jahren: Am Freitag zogen Tausende durch die Stadt und forderten eine bessere Klimaschutz-Politik. Bild: Jonas Bleeser
Es war die größte Demonstration in Tübingen seit Jahren: Am Freitag zogen Tausende durch die Stadt und forderten eine bessere Klimaschutz-Politik. Bild: Jonas Bleeser
Es war die größte Demonstration in Tübingen seit Jahren: Am Freitag zogen Tausende durch die Stadt und forderten eine bessere Klimaschutz-Politik. Bild: Jonas Bleeser
Es war die größte Demonstration in Tübingen seit Jahren: Am Freitag zogen Tausende durch die Stadt und forderten eine bessere Klimaschutz-Politik. Bild: Jonas Bleeser
Es war die größte Demonstration in Tübingen seit Jahren: Am Freitag zogen Tausende durch die Stadt und forderten eine bessere Klimaschutz-Politik. Bild: Jonas Bleeser
Es war die größte Demonstration in Tübingen seit Jahren: Am
Freitag forderten Tausende eine bessere Klimaschutz-Politik. Bild: Jonas Bleeser
Es war die größte Demonstration in Tübingen seit Jahren: Am
Freitag forderten Tausende eine bessere Klimaschutz-Politik. Bild: Jonas Bleeser
Es war die größte Demonstration in Tübingen seit Jahren: Am
Freitag forderten Tausende eine bessere Klimaschutz-Politik. Bild: Jonas Bleeser
Es war die größte Demonstration in Tübingen seit Jahren: Am
Freitag forderten Tausende eine bessere Klimaschutz-Politik. Bild: Jonas Bleeser
Es war die größte Demonstration in Tübingen seit Jahren: Am
Freitag forderten Tausende eine bessere Klimaschutz-Politik. Bild: Jonas Bleeser
Es war die größte Demonstration in Tübingen seit Jahren: Am
Freitag forderten Tausende eine bessere Klimaschutz-Politik. Bild: Jonas Bleeser
Es war die größte Demonstration in Tübingen seit Jahren: Am
Freitag forderten Tausende eine bessere Klimaschutz-Politik. Bild: Jonas Bleeser
Erste Station der Klima-Demo: Der Geschwister-Scholl-Platz. Längst nicht alle Demonstranten passten drauf. Bild: Anne Faden
Bild: Anne Faden
Unterwegs mit Trommeln und selbst-
gebautem Pferd: Schauspieler des Tübinger ITZ. Bild: Anne Faden
Autos kamen gestern nicht mehr durch die Mühlstraße, Klimaschützer schon. Bild: Anne Faden
Bild: Anne Faden
Solidarität mit Mutter Erde: Etliche Demo-Teilnehmer kämpften mit passenden Verkleidungen und frechen Texten für die Einhaltung des großen Klimaziels: Auf 1,5 Grad wollte die Pariser UN-Klimakonferenz von 2015 den Anstieg der Erderwärmung begrenzen. Bild: Ulla Steuernagel
Es war die größte Demonstration in Tübingen seit Jahren: Am Freitag zogen Tausende durch die Stadt und forderten eine bessere Klimaschutz-Politik. Bild: Christine Laudenbach
Es war die größte Demonstration in Tübingen seit Jahren: Am Freitag zogen Tausende durch die Stadt und forderten eine bessere Klimaschutz-Politik. Bild: Christine Laudenbach
Es war die größte Demonstration in Tübingen seit Jahren: Am Freitag zogen Tausende durch die Stadt und forderten eine bessere Klimaschutz-Politik. Bild: Christine Laudenbach
Es war die größte Demonstration in Tübingen seit Jahren: Am Freitag zogen Tausende durch die Stadt und forderten eine bessere Klimaschutz-Politik. Bild: Christine Laudenbach
Es war die größte Demonstration in Tübingen seit Jahren: Am Freitag zogen Tausende durch die Stadt und forderten eine bessere Klimaschutz-Politik. Bild: Ulla Steuernagel
Es war die größte Demonstration in Tübingen seit Jahren: Am Freitag zogen Tausende durch die Stadt und forderten eine bessere Klimaschutz-Politik. Bild: Ulla Steuernagel
Es war die größte Demonstration in Tübingen seit Jahren: Am Freitag zogen Tausende durch die Stadt und forderten eine bessere Klimaschutz-Politik. Bild: Ulla Steuernagel

Kurz nach 13 Uhr erreichte die Spitze des Demonstrationszuges den Veranstaltungsort der Abschlusskundgebung im Tübinger Zentrum: den Anlagenpark. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Ende des Zuges noch in der Mühlstraße: „Es ist absolut irre, wie viele wir geworden sind und es ist wichtig, dass wir jetzt ein bisschen fürs Klima kuscheln, damit wir alle in den Park passen“, sagte Fridays-for-Future Organisatorin Silvia Grießl ins Mikrophon.

Es war die größte Demonstration in Tübingen seit Jahren: Am Freitag zogen Tausende durch die Stadt und forderten eine bessere Klimaschutz-Politik. Bild: Jonas Bleeser

Das übergab sie wenig später an verschiedene Redner von „Fridays for Future“, aber auch Wissenschaftler der Tübinger Universität sowie ein indischer Priester kamen zu Wort. Priester Beschi Jayarai mahnte: „Als Inder weiß ich, was Umweltkatastrophen bedeuten.“ So gebe es in seiner Heimat keine saubere Luft zum Atmen und kein sauberes Wasser zum Trinken: „Umso mehr freut es mich, wie viele Menschen hier heute auf die Straßen gekommen sind!“

Es war die größte Demonstration in Tübingen seit Jahren: Am Freitag zogen Tausende durch die Stadt und forderten eine bessere Klimaschutz-Politik. Bild: Jonas Bleeser

Auch in Rottenburg und Reutlingen gingen viele Menschen auf die Straße. In Rottenburg war es wahrscheinlich die größte politische Demonstration, die jemals durch die Sprollstraße gezogen ist: Etwa 800 Menschen (so die Schätzung des TAGBLATTS) demonstrierten auf voller Breite durch die Rottenburger Hauptverkehrsachse und über die Keppler-Brücke, immer wieder laute Sprechchöre rufend und mit vielen handgemalten Plakaten. In Reutlingen kamen nach Veranstalterangaben rund 4000 Menschen auf den Marktplatz, die Polizei schätzte eher 2000 bis 3000 Teilnehmer (ausführlicher Bericht folgt).

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Erstellt:
20. September 2019, 14:25 Uhr
Aktualisiert:
20. September 2019, 14:25 Uhr
zuletzt aktualisiert: 20. September 2019, 14:25 Uhr

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