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Ziehmutter der Eichhörnchen-Waisen
Fabienne Widera mit einem ihrer zutraulichen Zöglinge. Foto: Bild: Eichhörnchenhilfe/privat
Auffangstation

Ziehmutter der Eichhörnchen-Waisen

Fabienne Widera päppelt in Stuttgart-Hoffeld Wildtiere auf, derzeit sind es sechs Hörnchen.

16.04.2018
  • NADJA OTTERBACH

Stuttgart. Fabienne Widera kümmert sich um hilfsbedürftige Eichhörnchen – und das, wenn es sein muss, rund um die Uhr. „Eichhörnchenbabys müssen nachts mehrmals gefüttert werden“, sagt sie, „dann noch ein bisschen Bauch massieren und kuscheln, da ist schnell eine Stunde rum.“

Die 27-Jährige arbeitet als Tierarzthelferin in Degerloch. Die Schwiegermutter ihrer Chefin bat sie einst um Unterstützung beim Aufpäppeln verwaister Eichhörnchenbabys. Vor sechs Jahren hat Widera die Aufgaben komplett übernommen. Als „Eichhörnchenhilfe Stuttgart“ ist sie heute Anlaufstelle vieler besorgter Bürger, die nicht wissen, wohin mit einem verletzten oder zurückgelassenen Hörnchen. Sechs Nager versorgt sie aktuell bei sich zu Hause. Die zwei erwachsenen - Momo und Puck - wurden verletzt von der Straße aufgelesen. Eva, Emilia und das fünf Wochen alte Nesthäkchen Marie kletterten Passanten am Hosenbein hoch. Laut Widera ein sicheres Zeichen dafür, dass sie Hilfe brauchten. Doch immer wieder komme es auch vor, dass Menschen die Tiere einfach mit nach Hause nehmen. „Ein Eichhörnchen als Haustier zu halten ist verboten“, betont sie. Nicht selten bezahlten es die Kletterakrobaten mit dem Leben. Wer sich um die Nager kümmern möchte, muss eine Prüfung vor dem Veterinäramt ablegen und sich offiziell eintragen lassen. Experten gibt es im Ländle einige. Nicht nur in Hoffeld, auch in Möhringen ist eine Station gemeldet. Im Raum Stuttgart ist die Eichhörnchenhilfe mit 15 weiteren Stellen vernetzt.

Gerhard Pfeifer, Geschäftsführer des BUND-Regionalverbands Stuttgart, schätzt, dass in der Landeshauptstadt zwischen 2000 und 3000 Eichhörnchen leben. Widera rät dazu, die Tiere ganzjährig zu unterstützen. Gemeinsam mit dem Naturschutzcenter Stuttgart hat sie einen Kobel inklusive Futterautomat entwickelt, den es nun im Internet gibt.

Auch wenn ihr die possierlichen Nager ans Herz wachsen, ist sie froh, wenn sie sie in die Freiheit entlassen kann. Mit rund 13 Wochen sind die Eichhörnchen alt genug dafür. „Manche sehe ich nie wieder“, sagt sie, „andere kommen immer wieder zurück.“ Ein Eichhörnchen, das Widera aufgepäppelt hatte, tauchte eines Tages im Garten auf: Im Schlepptau hatte es den eigenen Nachwuchs. Nadja Otterbach

Info: Telefon der Eichhörnchenhilfe Stuttgart: 0176/86225574. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.eichhoernchenhilfe-stuttgart.de und www.eichhoernchen-notruf.com.

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16.04.2018, 06:00 Uhr
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