EZB

Zentralbank bleibt in Bereitschaft

Die Zinsen werden nicht weiter gesenkt, das Corona-Programm läuft im bisherigen Umfang weiter.

22.01.2021

Von ROLF OBERTREIS

Frankfurt/Main. Trotz verlängerter und verschärfter Lockdowns in der Euro-Zone und einer vermutlich schwächeren wirtschaftlichen Entwicklung im ersten Quartal hält die Europäische Zentralbank (EZB) die Füße still. Der Rat der Notenbank entschied in seiner ersten Sitzung in diesem Jahr, weder die Zinsen weiter zu senken noch das Corona-Krisen-Programm aufzustocken und zeitlich auszuweiten.

„Die Unsicherheit bleibt auch mit Blick auf die Dynamik der Pandemie und das Tempo der Impfkampagne hoch“, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Die Notenbank bleibe aber flexibel und bereit, wieder zu reagieren. Zwar rechnet Lagarde mit einem Anziehen der Inflation wieder aus dem Minusbereich heraus. Die Inflation bleibt nach Ansicht der EZB-Experten mit einer Rate von 1 Prozent in diesem und 1,1 Prozent im kommenden Jahr niedrig und deutlich unter der von der Notenbank angepeilten Höhe von rund 2 Prozent.

Mit der Entscheidung verharrt der Leitzins, zu dem sich Banken bei EZB mit Geld versorgen können, auf dem seit fast fünf Jahren geltenden Rekord-Tief von 0 Prozent. Der Zins für Einlagen der Banken bleibt mit minus 0,50 Prozent weiter negativ. Das Krisenprogramm PEPP umfasst weiter ein Volumen von 1,85 Billionen Euro und soll mindestens bis März 2022 laufen. otr

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Erstellt:
22. Januar 2021, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
22. Januar 2021, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. Januar 2021, 06:00 Uhr

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