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ÖPNV

Zeichen für die Regiobahn

Der Kreis will alsbald einen Förderantrag für die Regionalstadtbahn stellen.

06.10.2016

Von ran

„Wir setzen mit dem Antrag ein sehr deutliches Zeichen an Bund und Land“, sagte Tübingens Landrat Joachim Walter, als er gestern vor dem Verwaltungs- und Technischen Ausschuss des Kreistags über den Planungsstand der Regionalstadtbahn berichtete.

Gespräche hätten ergeben, dass der Förderantrag allein noch nicht zum Bau des geplanten ersten Moduls verpflichte. Die Projektpartner behielten die Entscheidungshoheit. Das erste Modul umfasst den Ausbau der Ammertalbahn und der Ermstalbahn von Tübingen bis Bad Urach. Ohne eine Beteiligung des Bundes von bis zu 49 Prozent der Investitionskosten und des Landes von 16 Prozent sei das Vorhaben nicht zu stemmen. Der Anteil der Kommunen betrage einschließlich Planung mindestens 34 Prozent. Die Städte und Gemeinden seien nun übereingekommen, den Antrag zur Aufnahme ins Förderprogramm anzustreben. Ende 2018/Anfang 2019 könne dann der Förderbescheid vorliegen.

Gegenüber dem Planungsstand von Juli 2014 gibt es allerdings deutliche Mehrkosten von zusammen 10,7 Millionen Euro. Das gesamte erste Modul 1 würde damit ohne Planung 99,5 Millionen Euro kosten. Sie verteilen sich auf den Kreis Reutlingen (30,1 Millionen Euro), den Kreis Tübingen (67,2 Millionen Euro) und die Stadt Tübingen (2,2 Millionen Euro.

Die Planung wird weiter auf 16,3 Millionen Euro veranschlagt. Der größte Teil der Steigerung geht auf das Konto der Strecke der Deutschen Bahn zwischen Tübingen und Metzingen. Allein 7 Millionen Euro entfallen auf die Unterführung am Haltepunkt Güterbahnhof. 2,2 Millionen Euro will die Stadt Tübingen als städtebauliche Zusatzleistung tragen. Mehrkosten bei der Ammertalbahn von 1,7 Millionen Euro sind vor allem auf zusätzlichen Lärmschutz in Unterjesingen zurückzuführen.

Auf den Zweckverband Ammertalbahn kommen nach heutiger Rechnung eigene Kosten von 26,5 Millionen Euro zu. Die Kreistagsfraktionen begrüßten, dass nun der nächste Schritt zur Regiostadtbahn bevorsteht. Allerdings gibt es nach wie vor Unwägbarkeiten, da unklar ist, wann und in welcher Form sich Bund und Land auf ein neues Gesetz zur Finanzierung solcher Verkehrsprojekte (GVFG) einigen.

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Erstellt:
6. Oktober 2016, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
6. Oktober 2016, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 6. Oktober 2016, 01:00 Uhr

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