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Gewerkschaft will Erhöhung im Land - Arbeitgeber: Gift für Wirtschaft

Zehn Euro Mindestlohn?

Die Gewerkschaften wollen den Mindestlohn in Baden Württemberg auf 10 Euro pro Stunde erhöhen. Die Arbeitgeber lehnen das ab.

29.12.2015
  • DPA

Stuttgart. Arbeitgeber im Land sind strikt gegen eine Erhöhung des Mindestlohns. "Über eine Erhöhung des Mindestlohns zu sprechen, wenn gleichzeitig eine Vielzahl von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt integriert werden sollen, ist Gift für die Wirtschaft und auch für die Betroffenen", sagte der Geschäftsführer des Maschinenbauverbands Dietrich Birk. Erhöhungen führten dazu, "dass Unternehmen einfache Dienstleistungen dort nachfragen, wo sie günstiger zu haben sind".

Gewerkschafter pochen dagegen auf eine Anhebung. Verdi-Landeschefin Leni Breymaier fordert eine Erhöhung auf 10 Euro. "In Baden-Württemberg kann man von den aktuell geltenden 8,50 Euro pro Stunde Vollzeit-Arbeit nicht leben, das ist zu wenig", sagte sie. Die 8,50-Euro-Untergrenze sei nur ein erster Schritt gewesen. Ihrer Meinung nach würden von einer Erhöhung sowohl die sozialen Sicherungssysteme profitieren als auch die Wirtschaft, weil eine Anhebung den Konsum stimuliere.

Laut DGB Baden-Württemberg müsse der Mindestlohn mit der allgemeinen Lohnentwicklung Schritt halten. Die stellvertretende Landeschefin, Gabriele Frenzer-Wolf, sagte. "Man muss damit sein Leben und seine Rente finanzieren können. Das geht bei 8,50 Euro nicht."

Eine Anhebung würde sich auf viele Branchen im Land kaum auswirken. Statistisch gesehen hatte der Mindestlohn hier kaum Folgen. In den meisten Branchen liegt selbst die niedrigste Bezahlung über 8,50 Euro. "Der Mindestlohn hat in Baden-Württemberg nicht die Relevanz wie in den östlichen Bundesländern", sagte Christian Rauch, Chef der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit. Dieses Argument will Südwestmetall-Chef Stefan Wolf nicht gelten lassen. "Mittelbar schlägt das auch auf die Metallbranche durch", sagte er. "Denn wir beziehen ja auch Dienstleistungen, und auch Praktika sind betroffen."

Auch auf Bundesebene wird eine Erhöhung diskutiert. Zuständig ist die Mindestlohnkommission aus Vertretern von Gewerkschaften und Arbeitgebern, die erstmals 2016 über eine Anhebung beraten soll. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) macht sich für eine Anhebung stark. Der Sachverständigenrat der Bundesregierung, die "Wirtschaftsweisen", rieten in ihrem Jahresgutachten davon ab.

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29.12.2015, 08:30 Uhr
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