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Riedlingen/Achern

Zahl der Weißstörche im Südwesten gestiegen

Das warme Wetter hat für einen Bruterfolg bei Weißstörchen im Südwesten gesorgt. In diesem Jahr gebe es so viele Jungstörche wie selten, sagte die Koordinatorin des Weißstorchschutzes in Baden-Württemberg, Ute Reinhard.

12.07.2018

Von LSW

Foto: Thomas Warnack/dpa

Sie spricht von einem überwiegend guten Bruterfolg in den meisten Regionen Baden-Württembergs. Die Storchenbeauftragte kann insbesondere für die Region Oberschwaben sprechen. Dort sei der Bruterfolg „recht gut“. In vielen Nestern säßen noch Jungstörche. Auch auf Horsten in Riedlingen (Kreis Biberach) seien sie noch zu sehen.

Aufgrund der warmen Witterung habe sich die Nahrung der Störche - wie Heuschrecken und Mäuse - schnell entwickelt. Zudem könnten die Störche durch gute Aufwinde „weiter entfernte Nahrungsgebiete nutzen“, erklärte die Expertin.

Wie viele Weißstörche es genau in diesem Jahr im Südwesten gibt, ist noch nicht bekannt. Im Jahr 2017 gab es in ganz Baden-Württemberg rund 1055 Brutpaare. Reinhard rechnet damit, dass die Population in diesem Jahr voraussichtlich um zehn Prozent gestiegen ist. Die Zahlen liegen erst im Oktober vor.

Auch in Achern (Ortenaukreis) siedeln sich immer mehr Weißstörche an. „In diesem Jahr haben wir im Ortsteil Gamshurst 16 Paare und Nester, und mit 31 Jungstörchen haben wir 10 mehr als im vergangenen Jahr“, sagte Ortsvorsteher Hans Jürgen Morgenstern der Deutschen Presse-Agentur. Die Weißstörche gebe es dort schon seit 1969.

Auffällig sei, dass die Weißstörche ihre Nester nur auf der Kirche, dem Pfarramt und dem Rathaus des 1700-Einwohner zählenden Ortsteils gebaut hätten, sagte Morgenstern. Die Dächer dieser Gebäude sehen dann auch entsprechend aus, sie sind großflächig mit weißlichem Kot bedeckt. Regelmäßig müssten auch die Dachrinnen und die Dachkehlen dieser Gebäude gereinigt werden, weil sich dort immer Nistmaterial - Moos, Gras und Federn - verfange. „Wenn das so weitergeht, haben wir ein Problem“, meinte Morgenstern.

Die Umgebung von Achern ist nach den Worten des Ortsvorstehers ideal für Weißstörche. Es gibt Wiesen und Felder, die regelmäßig gemäht werden, und Gräben. Die Tiere kommen so an ausreichend Nahrung.

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Erstellt:
12. Juli 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
12. Juli 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 12. Juli 2018, 06:00 Uhr

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