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Arbeitsmarkt in Bestform

Zahl der Stellensuchenden sinkt im September auf niedrigsten Stand seit 25 Jahren

In einer so guten Verfassung zeigte sich der Arbeitsmarkt in Deutschland schon lange nicht mehr: Mit 2,708 Mio. Stellensuchenden sank die Arbeitslosigkeit im September auf den niedrigsten Stand seit 1991.

01.10.2015
  • DPA

Nürnberg/Stuttgart Der Herbstaufschwung hat die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland auf den niedrigsten Stand seit fast 25 Jahren sinken lassen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren im September bundesweit 2,708 Mio. Menschen ohne Job. Das waren 88 000 weniger als im August und 100 000 Erwerbslose weniger als vor einem Jahr. Es war der niedrigste Stand seit Januar 1991.

Behördenchef Frank-Jürgen Weise sagte gestern: "Mit der Herbstbelebung ist die Arbeitslosigkeit im September zurückgegangen. Saisonbereinigt gab es zwar einen geringfügigen Anstieg, insgesamt hat die günstige Entwicklung aber angehalten."

Weise führt die gute September-Entwicklung vor allem auf die stabile Konjunktur zurück. Viele Unternehmen suchten weiter nach geeigneten Fachkräften. Nach Hochrechnungen der Bundesagentur entstanden binnen Jahresfrist in deutschen Betrieben 608 000 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze - die meisten in Pflegeheimen und Sozialeinrichtungen, im Handel und Instandsetzungsfirmen, bei Unternehmensdienstleistern, wie Steuer- und Unternehmensberatern, Werbeagenturen und Gebäudeverwaltungen, aber auch in der Industrie.

Im Südwesten profitieren von der brummenden Konjunktur vor allem jungen Menschen. Wie Baden-Württembergs Regionaldirektion der Bundesarbeitsagentur mitteilte, waren im September rund 22 000 junge Leute arbeitslos - 3000 weniger als im Vorjahresmonat. Damit lag die Jugendarbeitslosigkeits-Quote bei 3,1 Prozent. Vor einem Jahr waren es noch 3,7 Prozent gewesen. Die Arbeitslosigkeit insgesamt lag im Land September mit 226 000 Stellensuchenden so niedrig wie lange nicht mehr. Dies waren etwa 8000 weniger als im Vormonat August. Die Arbeitslosenquote lag bei 3,8 Prozent.

Der Aufschwung hat nach Weises Angaben überwiegend saisonale Gründe. Mit dem Ende der Sommerpause stellten Unternehmen wieder verstärkt Mitarbeiter ein. Allerdings fiel der sonst sehr ausgeprägte Rückgang der Arbeitslosigkeit zum Herbstbeginn dieses Mal deutlicher schwächer aus als in den Vorjahren.

Für das kommende Jahr erwartet die Bundesagentur allerdings schwierigere Zeiten für den Arbeitsmarkt - vor allem wegen der steigenden Zahl arbeitsloser Flüchtlinge. Schon jetzt suchten Asylbewerber vermehrt in den Arbeitsagenturen und Jobcentern Rat und Hilfe, berichtete BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker. Für 2016 stellt sich die Bundesagentur im Jahresschnitt auf rund 130 000 zusätzliche arbeitslose Flüchtlinge ein. Bezogen auf alle Erwerbslosen werde die Arbeitslosigkeit damit im kommenden Jahr erstmals seit 2013 wieder steigen - nach Prognosen von Arbeitsmarktforschern um rund 70 000.

Wegen des anhaltenden Flüchtlingszustroms will die Bundesagentur das Personal von Arbeitsagenturen und Jobcentern massiv aufstocken. Allein die Jobcenter sollten im kommenden Jahr rund 2000 zusätzliche Mitarbeiter erhalten, kündigte Becker an.

Die Arbeitsagenturen sollen zusätzlich zu den bereits genehmigten 200 Jobvermittlern mit 700 weiteren Kräften verstärkt werden. Becker geht davon aus, dass rund 90 Prozent der anerkannten Flüchtlinge zunächst auf Hartz IV angewiesen sein und daher von den Jobcentern betreut werden.

Zahl der Stellensuchenden sinkt im September auf niedrigsten Stand seit 25 Jahren

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01.10.2015, 12:00 Uhr
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