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Landtag einig

Zahl der Elite-Unis nicht reduzieren

Nur noch vier oder fünf deutsche Elite-Unis? Entsprechende Unions-Pläne für die Bundesförderung stoßen im Landtag auf einhellige Ablehnung.

15.10.2015
  • BETTINA WIESELMANN

Stuttgart Die Empfehlungen der international besetzten Imboden-Kommission, wie es nach 2017 weitergehen sollte mit der vor zehn Jahren bundesweit gestarteten Exzellenzinitiative, werden erst für Anfang 2016 erwartet. Aber "in den Hinterzimmern auf Arbeitsebene" wird längst an Formulierungen gefeilt, die für Wissenschaftsministerin Theresia Bauer "Grund zur Sorge" sind. "Es ist Gefahr im Verzug", sagte sie gestern in der Landtagsdebatte zur Zukunft der Exzellenzinitiative mit Blick auf "zentralistische Tendenzen" in der Union, die mit Johanna Wanka auch die Bundesbildungsministerin stellt. Man ziele letztlich auf ein "deutsches Harvard", das freilich nirgendwo sichtbar sei. Vielmehr gebe es bundesweit bis zu 15 forschungsstarke Universitäten, wobei in jedem relevanten Ranking darunter bis zu sechs aus dem Land kämen.

Anders als gemeinhin üblich waren sich gestern Regierungs- und Oppositionsfraktionen in der Sache einig: Die bundesweit überdurchschnittlich forschungsstarken Landes-Universitäten dürften bei der Neuauflage der Exzellenzinitiative nicht ausgebremst werden.

Zu verlieren gäbe es viel, wenn die Bedingungen, wie in der Unionsfraktion im Bundestag angedacht, politisch anders gesetzt würden. Denn in der ersten Programmphase der Exzellenzinitiative konnten von bundesweit insgesamt neun ausgezeichneten Unis gleich vier der neun Unis im Land und danach drei von bundesweit elf Unis den informellen, aber prestigeträchtigen Elite-Titel holen. Und mehr: Es flossen 610 Millionen der insgesamt bereitgestellten 4,6 Milliarden Euro nach Baden-Württemberg.

Dass das möglichst so bleiben soll, "ist natürlich auch unser Interesse", sagte die wissenschaftspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Sabine Kurtz, ohne direkt auf das Unions-Papier einzugehen. Das sieht vor, dass langfristig maximal nur noch "vier oder fünf wissenschaftliche Spitzenzentren" vom Bund gefördert werden. Der FDP-Abgeordnete Friedrich Bullinger bezeichnete das als "völlig falschen Weg". Auch für Gabi Rolland von der SPD sind bundesweit etwa zehn Elite-Universitäten "die richtige Richtung". Es dürfe dabei aber auch nicht zu einer "Unwucht von Standorten" kommen.

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15.10.2015, 12:00 Uhr
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