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Erfolgreichster Anime der Kinogeschichte, in dem zwei japanische Jugendliche die Körper tauschen.

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Kimi no na wa.
Japan 2016

Regie: Makoto Shinkai


110 Min. - ab 6 Jahren

Tagblatt-Wertung

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30.01.2018

Von Dorothee Hermann

Es hat etwas Fantastisches, als sich das Teenie-Mädchen Mitsuha auf einmal als Junge in der Millionenstadt Tokio wiederfindet. Dorthin hatte sie sich aus ihrer langweiligen Kleinstadt in den Bergen immer geträumt. Doch es bedeutet eben nicht automatisch eine weiche Landung, wenn Sehnsüchte plötzlich Wirklichkeit werden. Denn Mitsuha ist in Japans Hauptstadt nicht sie selbst, sondern im Körper des etwa gleichaltrigen Schuljungen Taki unterwegs. Der wiederum setzt an ihrer Stelle jeweils für einen Tag ihr Leben auf dem Land fort.

Mit dem Rollenwechsel zwischen Junge und Mädchen gelang Regisseur Makoto Shinkai in Japan ein beispielloser Kinohit. Die aus dem Körpertausch resultierenden Missverständnisse sind für den Zuschauer ziemlich lustig. Die Figuren hingegen schrammen nur knapp an der Identitätskrise vorbei. Denn ihre jeweilige Umgebung signalisiert ihnen unerbittlich, sie seien zuletzt aber ziemlich komisch gewesen.

Taki seinerseits betastet beim Aufwachen verblüfft die Brüste seines Mädchenkörpers. Mitsuhas kleine Schwester, die gerade hereinplatzt, findet ihre Schwester nur noch irre.

Zuhause in Tokio spüren Takis Schulfreunde, dass mit ihm an manchen Tagen etwas nicht stimmt. Die souveräne Kollegin im Pizza-Restaurant findet den irgendwie veränderten Jungen (mit dem Mädchen-Innenleben) viel anziehender als sein bisheriges hundertprozentig männliches Ich.

Es gibt nur eine Figur, die ein Gespür für solche Verwandlungen hat: Mitsuhas Großmutter. Die alte Frau und ebenso Mitsuhas Mutter hatten einmal selbst solche Träume, berichtet sie der Enkelin.

Mitsuha und Taki bleibt nur, sich per Handy auf dem Laufenden zu halten, was jeweils von ihnen erwartet wird. Die meist abwesenden Väter der beiden leben scheinbar längst auf einem anderen Planeten. Die Mütter sind tot.

So changiert der Film nicht nur zwischen den Geschlechtern, sondern auch zwischen Gegenwart und Vergangenheit (von der es beunruhigende Varianten gibt) sowie zwischen Stadt und Land.

Macht aus den Unsicherheiten des Erwachsenwerdens ein spannendes Zeitreise-Abenteuer.

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Erstellt:
30. Januar 2018, 20:44 Uhr
Aktualisiert:
30. Januar 2018, 20:44 Uhr
zuletzt aktualisiert: 30. Januar 2018, 20:44 Uhr

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