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Eine Diskussion mit Bischof Gebhard Fürst

Würde des Genoms

Theologie an der Universität ist „Fundamentalismus-Prophylaxe“: So lautete eine der Thesen bei einem Podiumsgespräch mit dem katholischen Bischof Gebhard Fürst.

17.07.2009

<strong>Tübingen.</strong> Bei der Diskussion an der Katholisch-Theologischen Fakultät am Mittwoch ging es um die Frage: „Wie viel Christentum braucht die Universität?“ Vor zirka 120 Zuhörern moderierte SWR-Fernsehredakteur Uwe Mönninghoff.

Theologie an den Unis sei „Fundamentalismus-Prophylaxe“ betonte Prof. Rolf Schieder von der Berliner Humboldt-Universität. Deshalb bezahle der deutsche Staat die Ausbildung der Pfarrer. Die staatlichen Fakultäten stünden im Gegensatz zu manchen Positionen der Laienfrömmigkeit. Sie regten Bildungsprozesse in den Religionsgemeinschaften an.

Bischof Gebhard Fürst vermisste „ein Orientierungswissen“ in den Naturwissenschaften. Aus diesem Mangel resultiere ein fehlendes Verantwortungsbewusstsein dafür, was sich aus bestimmten Forschungsergebnissen oder Technologien ergeben könnte. „Das Genom hat keine Konfession, aber es hat eine Würde“, betonte Fürst.

Uni-Prorektor Prof. Herbert Müther wies diese Kritik entschieden zurück. Es gebe keinen Naturwissenschaftler, der wie ein Automat ohne Voraussetzungen, ohne eigene Erfahrungen arbeite. Für den Physiker ist es unabdingbar, dass ethische Dilemmata in der Forschung mit Sachkompetenz erörtert werden. Die Universität sei der ideale Ort, sich darüber verantwortungsbewusst auseinanderzusetzen.

Auf die jüngste Atheismusdebatte bezog sich die Runde allenfalls indirekt. Fürst reklamierte mit Bezug auf den Philosophen Jürgen Habermas, „die sinnstiftenden Ressourcen der Religion“ für die Gesellschaft nutzbar zu machen.

„Wir brauchen die Universität nicht nur für Exzellenz-Wettbewerbe“, mahnte Prof. Friedrich Schweitzer, Dekan der Evangelisch-Theologischen Fakultät. Sie müsse fragen: „Was bildet ein Ethos, von dem auch die Universität lebt, damit das Zusammenleben funktioniert?“

dhe

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17.07.2009, 12:00 Uhr
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