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Mainz

Worüber "Mainz bleibt Mainz" diesmal lacht

Die Flüchtlingspolitik ist in diesem Jahr das große Thema der Mainzer Fernsehfastnacht. Daneben wird aber auch das eigene Frauenbild hinterfragt.

05.02.2016
  • DPA

Mainz. Wochenlang hat das politische Mainz im Landtagswahlkampf über den Umgang mit der AfD gestritten. Jetzt gibt der närrische Fernsehklassiker "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" Antworten: "Hier stoß auf Grenzen ich im Vers, denn das ist grenzenlos pervers", reimt die Fastnachtsymbolfigur Till über die Forderung zum Schusswaffen-Gebrauch gegen Flüchtlinge. Friedrich Hofmann ist als Till einer von drei Büttenrednern, die heute Abend im ZDF die literarisch-politische Tradition der Mainzer Fastnacht hochhalten.

Beim Mainzer Blick auf die Politik geht es allen Parteien an den Kragen. Den sozialdemokratischen Promis im Publikum stellte Hans-Peter Betz als "Guddi Gutenberg" bei der Generalprobe für die Fernsehsitzung die Diagnose: "Inhaltlich liegt die SPD auf der Palliativstation im Wachkoma - das kommt davon, wenn man immer nur an der Macht schnüffelt." Hoffnungsträgerin sei Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD), auch sie als Gast der Veranstaltung angekündigt. Aber "wenn ich die Nahles am Kabinettstisch sitzen seh , denke ich, dort könnte jetzt auch eine schöne Zimmerpflanze stehen."

Und es geht um andere Aufreger wie die Fifa - in Mainz als "Finanzfachleute" übersetzt -, die Euro-Krise oder den VW-Abgasskandal, mit mitunter originellen Lösungen: "Griechenland hat keine Schulden mehr, wir haben das mit einer Software von VW nachrechnen lassen." Aus dem vorletzten Jahrhundert mitgeschleppt haben die Narren ihr Gender-Problem: Es gibt bei der Fernsehfastnacht keine einzige Büttenrednerin. "Das ist halt schon immer ein Männer-Dings", sagt ein Fernsehmacher vom SWR. Was Lars Reichow im "Fastnachtsjournal" zu der Feststellung veranlasst: "Die Stellung der Frau im Islam kommt uns komisch vor, aber die Quote der Frauen im Elferrat ist auch noch nicht optimal."

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05.02.2016, 08:30 Uhr
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