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Glosse

Wombel-Bombel

Die erste trudelte pränatal ein. „Bereits das ungeborene Kind freut sich am Klang der Melodie, wenn die Spieluhr leise durch Mamas Bauch ertönt.“

03.02.2018

Von GERLINDE BUCK

Brav drückte Meike, die schwangere Tochter einer Freundin, das süße Häschen Wombel-Bombel an sich. Regelmäßig zog die werdende Mutter fortan an der Spieluhr-Schnur: „Mozarts Wiegenlied“ konnte dem Fötus nun wirklich nicht schaden. Dass der Mama vom Anblick der rhythmisch wackelnden Häschenöhrchen leicht blümerant wurde – geschenkt.

Guter Hoffnung und ebensolcher Dinge studierte Meike Säuglingsratgeber aller Art, von „Artgerecht: Das andere Babybuch“ bis zur „Baby-Betriebsanleitung“. Möglich, dass sie das Kapitel „Fehlersuche bei akustischen Signalen“ überlas. Von einer „rasenden Spieluhren-Vermehrung“ war jedenfalls nirgends die Rede. Doch genau die trat ein. Keine 14 Tage nach der Geburt von Emily-Joy hatte sich bereits ein ganzer Zoo um Wackel-Wombel-Bombel geschart. Esel, Kuh, Lamm. Plus: Danny-Boy, der flippige Delfin. Freddie, das fidele Glühwürmchen. Nils, der lustige Schmetterling. Zieht man an sämtlichen Schnüren, Schwänzen und Fühlern gleichzeitig, dudelt es simultan: SchlafemeinPrinzchenschlafeinGutenAbendgutNachtLa-le-louLullabyandgoodnightWeißtduwievielSternleinstehen.

Die Mama sieht nur noch Sternlein. Aber Emily-Joy wird bestimmt Rockstar.

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Erstellt:
3. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
3. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 3. Februar 2018, 06:00 Uhr

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