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Wohnungsmangel kostet Jobs

IHK-Analyse Kammer appelliert an Grundstückbesitzer, vorhandene Flächen nicht weiter unbebaut zu lassen. Eine Frage der Solidarität.

03.07.2019

Von ST

Der Wohnungs- und Grundstücksmangel behindert nach Auffassung der Industrie- und Handelskammer (IHK) den dringend benötigten Fachkräftezuzug in die Region. Bei der IHK würden sich aktuell Klagen von Unternehmensammeln, die für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter keinen Wohnraum finden können, erklärt die Kammer. „Das ist ein fatales Signal für alle, die zu uns kommen wollen“, sagt deren Präsident Christian Erbe.

Gemeinsam mit IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Epp appelliert er deshalb an Grundstücksbesitzer, vorhandene Flächen nicht weiter unbebaut zu lassen, sondern dem Markt zur Verfügung zu stellen. „Der fehlende Wohnraum kostet Arbeitsplätze. Ein unbenutztes Grundstück zu verkaufen, ist auch eine Frage der Solidarität“, so Epp. Seit 2011 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in den drei Landkreisen der Region laut Statistischem Landesamt um 17 Prozent gestiegen. Allein im Jahr 2017 verzeichnete die gesamte Region einen Zuwanderungssaldo von fast 3500 Personen.

Das Thema Wohnen werde in der kommenden Zeit eine der großen Herausforderungen der Kommunalpolitik. In vielen Gemeinden müssten nun Weichenstellungen vorgenommen werden, fordert Epp. „Es geht um ein Gesamtpaket aus Wohnen, Ortskernen, die nicht leer stehen dürfen, und – gerade in den großen Gemeinden – Angeboten für junge Leute, die abends weggehen wollen.“

Die IHK hatte im vergangenen Herbst eine Analyse zu den Wohnbauflächen in der Region vorgelegt. Fehlender Wohnraum war auch ein herausstechendes Thema der letzten IHK-Standortzufriedenheitsumfrage. Die Unzufriedenheit mit dem Standortfaktor Wohnraum war dabei im Vergleich zur Voruntersuchung sogar noch um 15 Prozentpunkte angestiegen.

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Erstellt:
3. Juli 2019, 18:30 Uhr
Aktualisiert:
3. Juli 2019, 18:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 3. Juli 2019, 18:30 Uhr

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