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Wohnen ist laut Studie in Unistädten weiter am teuersten
Blick auf ein Wohnquartier in der Innenstadt von Stuttgart. Foto: Franziska Kraufmann/Archiv dpa/lsw
Trotz Mietpreisbremse

Wohnen ist laut Studie in Unistädten weiter am teuersten

Wohnungen in den Unistädten Baden-Württembergs sind trotz der Mietpreisbremse im Verhältnis zu den verfügbaren Einkommen am teuersten.

15.08.2016
  • dpa/lsw

Stuttgart. Im Schnitt kann ein privater Haushalt in Freiburg eine 61 Quadratmeter große Wohnung inklusive Nebenkosten mieten, wenn er 25 Prozent seines verfügbaren Einkommens dafür einsetzt - das ist ebenso viel wie vor sechs Jahren. In Heidelberg reicht das Geld inzwischen für einen Quadratmeter mehr, so das Ergebnis einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln (IW), die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Das sind gut 30 Quadratmeter weniger als im bundesweiten Durchschnitt. Im Schnitt kann ein privater Haushalt heute in Deutschland 94 Quadratmeter mieten, wenn er 25 Prozent seines verfügbaren Einkommens dafür einsetzt - zwei Quadratmeter mehr als noch 2010. Das geht aus der Gegenüberstellung von Wohnkosten und verfügbarem Einkommen des IW hervor. Die Wohnkosten schließen dabei auch die meisten Nebenkosten für die Wohnung mit ein.

Der Grund: Bundesweit seien die Mieten seit dem Jahr 2010 mit 10,2 Prozent weniger stark gestiegen als das verfügbare Einkommen der Haushalte mit 11,5 Prozent. Nur in etwa einem Viertel aller Kreise und kreisfreien Städte kann sich ein Durchschnittshaushalt weniger Wohnfläche leisten als noch vor sechs Jahren. Unter den größten Städten im Südwesten gilt das neben Stuttgart auch für Karlsruhe, Pforzheim oder Konstanz.

Am meisten Wohnfläche kann sich ein durchschnittlicher Haushalt im Südwesten im Landkreis Sigmaringen leisten, wo ein Viertel des Einkommens für 116 Quadratmeter reicht. In Heidenheim, Freudenstadt, Rottweil und dem Enzkreis sind es 113 Quadratmeter.

«Flächendeckend ist die Lage nicht dramatisch», sagte Ralph Henger, Volkswirt mit Schwerpunkt Finanz- und Immobilienmärkte beim IW. «Ohne den Zuzug von Flüchtlingen im vergangenen Jahr hätte die Dynamik in Deutschland sogar nachgelassen.» Nur in fünf Prozent aller untersuchten Kreise liege die Durchschnittsmiete auf hohem Niveau von über neun Euro je Quadratmeter. «Zum Vergleich: 6,90 Euro ist die Durchschnittsmiete in Deutschland», so Henger.

Die im vergangenen Jahr eingeführte Mietpreisbremse bezeichnet Henger als «Symbolpolitik»: Die Mietpreisbremse sieht vor, dass bei Neuvermietungen in Regionen mit angespannten Wohnungsmärkten der Preis höchstens zehn Prozent über den ortsüblichen Vergleichsmieten liegen darf. In Baden-Württemberg gilt sie seit dem 1. November vergangenen Jahres in 68 Städten und Gemeinden. Darüber hinaus hatte die Landesregierung eine Kappungsgrenze beschlossen: In den betroffenen Kommunen, darunter Stuttgart, Tübingen, Ulm, Karlsruhe, Ravensburg oder Heidelberg, dürfen Mieten innerhalb von drei Jahren bei bestehenden Verträgen maximal um 15 Prozent steigen.

Hohe Mieten von mehr als neun Euro je Quadratmeter und eine überdurchschnittliche Mietsteigerung von mehr als 2,5 Prozent stellen die Wissenschaftler allerdings nur an zwei Orten fest: In Stuttgart und Ingolstadt. «Stuttgart ist aufgrund seiner Topographie im Stadtzentrum teuer. Die Entwicklung ist aber auch hier sicher nicht dramatisch», so Henger. In der Landeshauptstadt kommt man mit einem Viertel des Durchschnittseinkommens allerdings auch nur auf eine Wohnung von durchschnittlich 73 Quadratmetern, ein Quadratmeter weniger als noch vor sechs Jahren.

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15.08.2016, 19:10 Uhr | geändert: 15.08.2016, 09:40 Uhr
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